INKLUSION

Workshop „Quantitative (Jugend-)Forschung im Feld Behinderung“

Teilnehmende des DJI-Workshops "Quantitative (Jugend-)Forschung im Feld Behinderung"; Foto: Daniela Schäfer/DJI

28. März 2017 -

Am 24. März fand im Deutschen Jugendinstitut ein Workshop zu quantitativer (Jugend-)Forschung im Feld Behinderung statt. Das Projekt „Inklusive Methoden“ lud Vertreter/innen unterschiedlicher Studien aus dem gesamten Bundesgebiet zum Austausch ein.

Gerahmt wurde der Workshop durch drei Perspektiven auf die Notwendigkeit einer inklusiven Methodenentwicklung:

  • Erstens müssen quantitative Forschungsstrategien vermeiden, Gruppen von Menschen systematisch aus empirischen Erhebungen auszuschließen.

  • Zweitens ergibt sich aus der gesellschaftlichen Diskussion, z.B. um die Rechte für Menschen mit Behinderungen, die Forderung, dass alle gesellschaftlichen Gruppen die Chance haben müssen, an sozialwissenschaftlichen Erhebungen beteiligt zu sein, damit ihre Bedarfe erkennbar werden können.

  • Drittens benötigt die Fachpraxis zunehmend empirisch fundierte Informationen über die Lebenslagen, Wünsche und Bedarfe von jungen Menschen in ihren spezifischen Lebenssituationen für die (pädagogische) Arbeit.

Zu den vorgestellten und diskutierten Studien gehören:

  • die Vorstudie für eine „Repräsentativbefragung zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen“ im Auftrag des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales;

  • das Projekt „Inklusion in der Sekundarstufe I in Deutschland“ (INSIDE) des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB);

  • „AktiveKIDS – eine Studie für und mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung“ des Forschungsinstitut Inklusion durch Bewegung und Sport (FIBS) an der Deutschen Sporthochschule Köln;

  • „Web 2.0/barrierefrei – eine Studie zur Nutzung von Web 2.0 Anwendungen durch Menschen mit Behinderung“ gefördert von der Aktion Mensch in Kooperation mit der Stiftung digitale Chancen;

  • und die Studie „Mediennutzung von Menschen mit Behinderungen“ gefördert von der Aktion Mensch und den deutschen Medienanstalten.

Zielsetzungen, mögliche Erträge, Bedingungen und Restriktionen von quantitativer Forschung mit Menschen mit Behinderung wurden ebenso thematisiert wie spezifische Anpassungen quantitativer Befragung und die Frage angemessener, praktikabler Stichproben und Zugänge. Der Austausch zwischen den verschiedenen Projekten erwies sich als bereichernd und bietet eine gute Ausgangslage für die Weiterentwicklung inklusiver quantitativer Strategien bei der Befragung von Menschen mit Behinderung.

 

Kontakt

Dr. Sandra Schütz
Deutsches Jugendinstitut
DJI-Projekt: Inklusive Methoden

 

schuetz@dji.de