DEMOKRATIE-KONGRESS IM LUTHER-JAHR

Was hält Deutschland zusammen?

Demokratie in jungen Jahren lernen; Foto: DJI

13. März 2017 -

Demokratie braucht mündige Bürgerinnen und Bürger. Mündigkeit und Eigenverantwortung sind zentrale Aspekte unseres aktuellen Menschenbildes, das durch die Reformation wesentlich geprägt wurde. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat diesen Impuls aufgegriffen, um Teilhabe und aktive Beteiligung im Sozialstaat sowie das demokratische Miteinander zu stärken. Im Zentrum des hierzu veranstalteten Demokratie-Kongresses am 14. März in Berlin, an dem auch DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach teilnahm, stand deshalb die Frage: Wie können wir Demokratie gemeinsam lebendig gestalten? Das Herzstück der Veranstaltung mit gut 400 Teilnehmenden bildeten sechs Foren:

  • Starke Kinder – starke Jugendliche – starke Demokratie
  • Welche Bildung braucht die demokratische Gesellschaft?
  • Beteiligung als Erfolgsfaktor im demokratischen Gemeinwesen
  • Gleichstellung als Motor der Demokratie
  • Starke Mitte der Gesellschaft – Familie und Demokratie
  • Vielfalt als Chance – Impulse für das demokratische Miteinander

Prof. Dr. Thomas Rauschenbach diskutierte in der Podiumsrunde zum Thema Bildung mit weiteren Experten die Frage: Wie befähigen wir Menschen, selbstbestimmt handeln zu können und Verantwortung für die Demokratie zu übernehmen? „Die politische Bildung muss zu einem zentralen Thema des nächstens Jahrzehnts werden, und zwar auch im außerschulischen Bereich“, betonte Rauschenbach und verwies damit auf eine Erkenntnis des jüngst von ihm vorgestellten 15. Kinder- und Jugendberichts. Bildung habe das große Potenzial zur Befähigung, so Rauschenbach weiter, aber eben auch zur weiteren Spaltung der Gesellschaft, wenn die Chancen ungenutzt blieben. Darauf habe auch der Bildungsbericht 2016 hingewiesen.

Weitere Informationen zum Demokratie-Kongress finden Sie unter:
www.zusammenhalt-staerken.de