KERSTIN OLDEMEIER IM BUNDESTAGSAUSSCHUSS

Sichtbarkeit von queeren Themen verbessern

Bundestagsausschuss befasst sich mit Themen von queeren Jugendlichen. Foto: Bundesregierung

22. Mai 2017 -

Jugendliche, die mit ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Zugehörigkeit nicht der heterosexuellen Geschlechterordnung entsprechen, sehen sich oft Unverständnis und Diskriminierung ausgesetzt. Um Jugendliche zu unterstützen, die queer leben, lesbisch, schwul, trans* oder intergeschlechtlich sind, befasst sich die Kinderkommission des Deutschen Bundestages  (kiko) in vier Sitzungen mit der Situation dieser Jugendlichen.

Beim ersten öffentlichen Expertengespräch der Kinderkommission war DJI-Referentin Kerstin Oldemeier als Expertin geladen. „Diskrimierungserfahrungen finden oft im Alltagsbereich statt, dort wo man sich ihnen nicht entziehen kann“, berichtet Kerstin Oldemeier. Eine aktuelle DJI-Studie zeige, dass 82 Prozent der befragten homo- oder bisexuellen Jugendlichen und 96 Prozent der Trans*Jugendlichen Diskriminierung erlebt haben. Der Weg, sich über die eigenen Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung bewusst zu werden, das sogenannte innere Coming-Out, sei häufig ein belastender Prozess. Die Jugendlichen versuchten oft, ihre Entwicklung zu unterdrücken. Hinzu komme die Angst vor Ablehnung im privaten und öffentlichen Raum.

Bei den nächsten Expertengesprächen geht es am 31. Mai um intergeschlechtliche Jugendliche, am 21. Juni um die besondere Situation queerer Mädchen und am 28. Juni um Trans*Jugendliche.

Weitere Informationen

DJI-Projekt:  Coming-out - und dann ...?!

DJI-Projekt: Queere Freizeit

Kontakt

Kerstin Oldemeier
Abt. Jugend und Jugendhilfe
oldemeier@dji.de