WORKSHOP IN TOKIO: ÜBERGÄNGE

Immer mehr junge Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen

(V.l.n.r): Prof. Christian Imdorf (Universität Basel), Prof. ass. Takeshi Hori (Joetsu University of Education), Prof. Maki Hiratsuka (Hosei University Tokyo), Prof. Akio Inui (Tokyo Metropolitan University), Prof. Jan Skrobanek (Western Norway University of Applied Sciences), Prof. Birgit Reißig (DJI), Prof. ass. Akihiko Higuchi (Hosei University Tokyo); Foto: privat

05. April 2017 -

Während Schulkinder in Japan relativ lange gemeinsam lernen, trennen sich die Wege der Schüler/innen im deutschen Schulsystem meist bereits im Alter von zehn Jahren. Unabhängig von diesen strukturellen Unterschieden steigt in beiden Ländern die Zahl der prekär beschäftigten jungen Menschen stetig an.

Wie die Wege benachteiligter Jugendlicher mit schlechteren Abschlüssen oder Schulabbrecher/innen in die Erwerbsarbeit aussehen und welche Faktoren dies beeinflussen, war Thema eines internationalen Workshops an der Hosei University in Tokio im März 2017.

Im Mittelpunkt standen die Übergangswege junger Bildungsbenachteiligter in Großbritannien, Deutschland und Japan. Dank der seit 2014 laufenden Kooperationsgespräche ist es gelungen, Daten des DJI-Übergangspanels und der japanischen Youth Cohort Study zu synchronisieren und den Forschenden in beiden Ländern zur Auswertung zur Verfügung zu stellen.

Prof. Dr. Jan Skrobanek und Prof. Dr. Birgit Reißig zeigten in „Different systems, but same outcomes?!“, welche Faktoren für den Weg in das Prekariat strukturell bedingt und welche individuell beeinflussbar sind. Während in Japan Geschlecht und Einstellung bedeutsame Einflussfaktoren sind, ist in Deutschland vorwiegend der sozioökonomische Status der Eltern maßgeblich.

Kontakt:

Prof. Dr. Birgit Reißig
Deutsches Jugendinstitut
Leiterin des Forschungsschwerpunkts „Übergänge im Jugendalter
reissig@dji.de