10. Januar 2017

Projektstart

Gute Heime – Qualitäten stationärer Hilfen zur Erziehung sichtbar machen

Zwischen 2008 und 2014 war ein beachtlicher Anstieg bei der Inanspruchnahme der stationären Hilfen zur Erziehung zu verzeichnen. 2014 waren über 100.000 junge Menschen in einem Heim, einem Waisenhaus, einer Wohngruppe oder vergleichbaren Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe untergebracht. Manche dieser Einrichtungen sind in den vergangenen Jahren durch Negativschlagzeilen in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt.

Das Projekt „Gute Heime“ hat zum Ziel, wesentliche Dimensionen zur Beschreibung der Qualität stationärer Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe herauszuarbeiten. Es knüpft dabei an die Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsdiskurse der letzten Jahre an. Die Qualitätsdimensionen sollen sowohl der Komplexität des Feldes als auch der Vielschichtigkeit der Einrichtungen Rechnung tragen. Das Projekt soll dazu beitragen, dass die spezifische Qualität der einzelnen Einrichtungen sichtbarer wird und damit Entscheidungen darüber erleichtert werden, welche Einrichtungen für welche Adressaten passend sind.

Das Forschungsprojekt ist im Kooperationsverbund zwischen dem Deutschen Jugendinstitut e.V., dem Deutschen Verein und der Bertelsmann Stiftung ins Leben gerufen worden. Es wird durch einen fachlichen Beirat begleitet und von Annina Thiller, Maria Burschel und Judith Frey bearbeitet.

Weitere Informationen:
www.dji.de/GuteHeime