Adoption

Expertise- und Forschungszentrum Adoption (EFZA) am DJI legt Bestandsaufnahme zum deutschen Adoptionswesen vor

15. März 2017 -

Das Expertise- und Forschungszentrum Adoption (EFZA) am Deutschen Jugendinstitut hat das geltende Adoptionsrecht und die Adoptionsvermittlungspraxis in Deutschland analysiert und die Erkenntnisse in dem Dossier „Adoptionen in Deutschland“ zusammengefasst. Ziel ist es, zu einem besseren Verständnis des deutschen Adoptionswesens beizutragen und die Perspektive aller Beteiligten angemessen zu berücksichtigen.

Auf der Grundlage internationaler Forschungsbefunde gibt das EFZA einen Überblick über förderliche und hinderliche Faktoren für gelingende Adoptionen. Dabei erkennt es durchaus Reformbedarf im deutschen Adoptionswesen: Unter anderem fehlen nach den Ergebnissen der Untersuchung einheitliche und verbindliche Standards für die Vorbereitung und Begleitung der abgebenden Eltern, der Adoptiveltern und der Kinder selbst. Im Bereich der Auslandsadoption erkennt das EFZA vor allem bei fachlich unbegleiteten Adoptionen Risiken, die zum Scheitern der Adoption führen können.

Darüber hinaus gehen die Forscherinnen und Forscher von EFZA der Frage nach, inwieweit sich sogenannte (halb)offene Adoptionen förderlich auf die Beteiligten auswirken und wie diese gegebenenfalls unterstützt werden können. Bei dieser Form der Adoption, die in Fachkreisen vielfach befürwortet wird, lernen sich Adoptiv- und Herkunftsfamilie kennen und stehen in Kontakt zueinander.

Das Expertise- und Forschungszentrum Adoption (EFZA) am Deutschen Jugendinstitut (DJI) in München wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) seit Frühjahr 2015 gefördert. Es bündelt Expertenwissen, führt wissenschaftliche Untersuchungen zur Adoptionsvermittlungspraxis durch und entwickelt Empfehlungen für Adoptionsrecht und -praxis.

Weitere Informationen unter:

www.dji.de/efza