BMFSFJ-Beirat für Familienfragen legt Gutachten „Migration und Familie“ vor

09. März 2016 -

Das Gutachten „Migration und Familie“ hat sich mit der Frage auseinander gesetzt, was die Migrationserfahrung – die eigene oder die der Eltern und Großeltern – für das Aufwachsen der Kinder in Deutschland bedeutet. Zum einen zeigen die empirischen Erhebungen deutlich, dass es „die“ zugewanderte Familie nicht gibt; zum anderen, dass sich Kinder mit Migrationsgeschichte in den Rahmenbedingungen ihres Aufwachsens in Vielem nicht von Kindern ohne Zuwanderungsgeschichte unterscheiden. Beobachtete Unterschiede lassen sich oft auf andere Faktoren zurückführen als die Migration, vor allem auf die Bildung der Eltern, deren sozialökonomischen Status sowie die Erwerbsbeteiligung, insbesondere der Mütter. Diese Faktoren beeinflussen die Teilhabechancen aller Kinder deutlich. Im Gutachten werden eine Reihe von Empfehlungen formuliert: Vorliegende Informationen z.B. über das Bildungssystem müssten die Eltern sowie passgenaue Unterstützungsangebote die Familien besser erreichen. Daneben sei im Bildungs-, Betreuungs- und Gesundheitssystem eine besondere Kultursensibilität gefragt. Und nicht zuletzt wird der dringend notwendige Forschungsbedarf formuliert. DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und die stellvertretende DJI-Direktorin Prof. Dr. Sabine Walper, die das Gutachten im Rahmen einer Diskussionssendung des infoRadios rbb im März in Berlin vorstellte, sind Mitglieder im Beirat für Familienfragen des Bundesfamilienministeriums.

zur Radiosendung

zur Kurzfassung des Gutachtens
(zu bestellen über: info@bmfsfjservice.bund.de)