Publikation

Anonyme und vertrauliche Geburt in Deutschland

04. Mai 2017 -

Um schwangeren Frauen in Notsituationen zu helfen, wurde in Deutschland 1999 die Möglichkeit der anonymen Kindesabgabe eingeführt. Seitdem wurden verschiedene Maßnahmen entwickelt, um diese Frauen zu unterstützen wie die Installation zahlreicher Babyklappen, die Möglichkeit der anonymen Geburt und zuletzt im Jahr 2014, als einziges rechtlich abgesichertes Angebot, die vertrauliche Geburt.

Mit diesem Thema beschäftigt sich der gerade veröffentlichte Sammelband „Eltern (vorerst) unbekannt: anonyme und vertrauliche Geburt in Deutschland“. Die bei BeltzJuventa erschienene Publikation rückt besonders die veränderten Herausforderungen für die Schwangerschaftsberatung und die Rolle der Eltern in den Fokus. Durch die interdisziplinäre Ausrichtung wendet sich der Sammelband nicht nur an Beratungsstellen und Ratsuchende, sondern auch an Entscheidungsträger/innen und die interessierte Öffentlichkeit.

Die Mitherausgeberin Dr. Claudia Krell (DJI) vergleicht die Situation der anonymen Kindesabgabe in Deutschland mit anderen Ländern und Rechtskreisen. Dr. Ina Bovenschen, Paul Bränzel, Fabienne Dietzsch und Annabel Zwönitzer (alle DJI) befassen sich darüber hinaus mit der vertraglich geregelten Elternschaft und dem Wissen über die eigene Herkunft von adoptierten Kindern.

Zur Publikation

 

Weitere Informationen

DJI-Projekt: Anonyme Geburt und Babyklappen in Deutschland - Fallzahlen, Angebote, Kontexte (2009–2011)

 

Kontakt

Deutsches Jugendinstitut
Dr. Claudia Krell
krell@dji.de