Qualitätsanforderungen und Gestaltungsbedarfe für die Großtagespflege und die Kindertagespflege im Haushalt der Eltern
Kooperationsveranstaltung des Deutschen Jugendinstituts e.V. München und der AWO Bundesverband e.V. Berlin
Den Flyer zur Fachtagung finden Sie unter folgendem Link: Fachtagung Formenvielfalt
Kindertagespflege war schon immer bunt und heterogen. Dennoch spricht im Zuge ihres dynamischen Ausbaus derzeit Vieles dafür, von einem Prozess wachsender Differenzierung auszugehen. Jenseits der „klassischen“ Kindertagespflege, in der bis zu fünf Kinder im Haushalt der Tagespflegeperson betreut werden, gewinnt eine Vielfalt unterschiedlicher Betreuungssettings an Einfluss. Dabei werden mit regional unterschiedlicher Ausprägung vor allem Formen wichtiger, die außerhalb des Haushalts der Tagespflegepersonen in angemieteten Räumen bzw. in Zusammenschlüssen, also in sogenannter Großtagespflege oder auch in Kooperationszusammenhängen mit Kitas bzw. Betrieben stattfinden. Diese wachsende Formenvielfalt kann als eine Antwort auf veränderte, sich ebenfalls ausdifferenzierende Bedarfslagen von Familien angesichts einer globalisierten und entgrenzten Arbeitswelt interpretiert werden.
Die Tagung beschäftigt sich mit dieser Formenvielfalt der Kindertagespflege. Sie nimmt konkret mit der Großtagespflege und der Kindertagespflege im Haushalt der Eltern gezielt zwei Formen in den Blick, die – betrachtet man die Kindertagespflege in einem Kontinuum zwischen Familien und Kita – jeweils an den Grenzen einerseits zur institutionellen sowie andererseits zur familialen Betreuung angesiedelt werden können. Ziel ist es im Sinne einer Qualitätsorientierung weiterführende Perspektiven und Regelungsbedarfe auf unterschiedlichen Ebenen zu identifizieren und kritisch konstruktiv zu diskutieren. Dabei stehen folgende Fragen im Vordergrund:
Vorträge zur Fachtagung Formenvielfalt Kindertagespflege 21./22.6.2011
Fachtagung Formenvielfalt der Kindertagespflege 21./22.6.2011
Der Flyer zur Fachtagung Formenvielfalt
Einführung:
Jana Teske - Fachtagung Formenvielfalt der Kindertagespflege
Bestandsaufnahme und Problemaufriss:
Dr. Karin Jurzcyk - Betreuungsbedarfe von Familien - Familienwissenschaftliche Befunde
Dr. Mike Seckinger - Kindertagespflege im System der Kinder- und Jugendhilfe - kritische Reflexionen
Blick in die Praxis: Themenblock I: Großtagespflege
Dr. Eveline Gerszonowicz - Einführung in das Betreuungssetting Großtagespflege
Arbeitsgruppe 1 - Großtagespflege im ländlichen Raum:
Cornelia Papen - "HAnd in HaND" im Landkreis Friesland
Kornelya Runge - Evaluation der Großtagespflege im Landkreis Schaumburg
Arbeitsgruppe 2 - Großtagespflege als Betreuungsform mit Tradition in der Großstadt:
Marion Nilgens-Masuch - Großtagespflege als Betreuungsform im Großraum Hamburg
Jana Teske - Qualitätsanforderungen und Gestaltungsbedarfe für die Großtagespflege
Arbeitsgruppe 3 - Großtagespflege als neuere Ausbaustrategie im städtischen Bereich:
Heidrun Emmert - Vorbereitungsseminar Großtagespflege
Heidrun Emmert - Großtagespflege (Kindertagesgruppen) in der Landeshauptstadt München
Ute Krüger - Großtagespflege in verschiedenen Städten Niedersachsens
Parallel: Themenblock II: Kindertagespflege im Haushalt der Eltern:
Claudia Dorner-Müller - Arbeitsgruppe 4 - Kindertagespflege im Haushalt der Eltern in Freiburg
Renate Bachmann - Arbeitsgruppe 5 - Qualifizierung von Kinderbetreuungspersonen im Privathaushalt
Ludger Schabbing - Arbeitsgruppe 6 - Bedarfe und Sicherstellung von Qualität
Blick nach vorne:
Daniel Frieling - Anforderungen an die Fachberatung durch die Formenvielfalt
Dr. Heike Wiemert - Professionalisierung und Ausdifferenzierung der Kindertagespflege - eine Chance?