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Projekt

Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG)

Laufzeit: 01.01.2016 - 31.12.2019

Der flächendeckende Ausbau von Ganztagsschulen war und ist eine der größten Reformen im deutschen Schulwesen. Sie wurde insbesondere durch das Investitionsprogramm „Zukunft Bildung und Betreuung“ (2003 bis 2009) des Bundes und durch verschiedene Programme in den Ländern massiv gefördert.

StEG ist ein Forschungsprojekt in Kooperation des Deutschen Instituts für Internationale Pädago­gische Forschung (DIPF), des Deutschen Jugendinstituts (DJI), des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Technischen Universität Dortmund sowie der Justus- Liebig-Universität Gießen, das die Entwicklung seit 2005 wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

Die Studie dokumentiert 1. den Prozess des quantitativen und qualitativen Ausbaus von Ganztagschulen, gewinnt 2. Erkenntnisse über Veränderungen in der Schulorganisation und Angebotsgestaltung, der Lehr-Lern-Kultur, deren Nutzung und Akzeptanz, untersucht 3. das Zusammenwirken von Ganztagsschule, außerschulischen Kooperationspartnern und Familien und identifiziert 4. Wirkungen auf die Persönlichkeits- und Leistungsentwicklung sowie auf die Bildungswege der Schülerinnen und Schüler. StEG prüft somit, inwieweit die politischen und pädagogischen Erwartungen eingelöst werden.

In der ersten Förderphase (2005-2011) wurden bundesweit über 300 Ganztagsschulen im Längsschnitt untersucht. Dazu wurden Schulleitungen Schüler/-innen der Jahrgangsstufen 3, 5, 7 und 9 sowie deren Eltern schriftlich befragt, alle Lehrkräfte und das weitere dort pädagogisch tätige Personal sowie die Kooperationspartner. In längsschnittlichen Analysen konnte gezeigt werden, dass die Teilnahme am Ganztag das Sozialverhalten, die Schulfreude und die Schulnoten verbessern und die Gefahr der Klassenwiederholung verringern kann, wenn die Qualität der Angebote als hoch eingeschätzt wird, wenn die Angebote ausreichend häufig genutzt werden und wenn das Beziehungsklima an der Schule positiv bewertet wird.

In der zweiten Förderphase (2012-2015) wurde das bundesweit repräsentative Systemmonitoring eingeführt, dass seit 2012 alle drei Jahre durchgeführt wird. Zusätzlich verantwortete jeder der Konsortialpartner Teilstudien, die die Wirkung der Ganztagsteilnahme auf Kinder und Jugendliche vertiefter als in der ersten Förderphase in den Blick nahmen. Das DJI führte die Teilstudie StEG-A „Stabilisierung von Bildungsverläufen durch die Ganztagsschule“ durch. Zentrales Ziel hierbei war es, den Einfluss der Inanspruchnahme von außerunterrichtlichen, insbesondere von Ganztagsangeboten auf den schulischen Erfolg, der Herausbildung von Bildungsaspirationen und der Bewältigung des Übergangs am Ende der Schulzeit systematisch zu prüfen.

In der dritten Förderphase (2016-2019) wird das Systemmonitoring weitergeführt  und wiederum in Teilstudien spezifischen Fragestellungen nachgegangen. Am DJI wird unter dem Titel „Ganztagsbildung aus Sicht von Schulkindern und ihren Eltern“ der Blick auf Ganztagsschule gezielt erweitert, indem auch Schüler/-innen an Halbtagsschulen und deren Eltern in die Untersuchung einbezogen werden, um den spezifischen Ertrag der Ganztagsschule herausarbeiten zu können.

Weitere Informationen und Ergebnisse der vorangegangenen Projektphasen erhalten Sie auch unter www.projekt-steg.de

Kontakt

Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG)
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E-Mail: Arnoldt
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Weiterführende Informationen

Gefördert / finanziert durch:

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Letzte Änderung: 18.03.2016 11:28 Uhr
Bearbeitet von: Furthmüller