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Projektabschnitt I (25.03.2002 - 30.06.2006): Forschungsschwerpunkt auf Ansätzen der Implementierung von Gender Mainstreaming in KJP-geförderten Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe

Projektabschnitt II (01.07.2006 - 30.06.2008): Forschungsschwerpunkt auf Herausforderungen im Umsetzungsprozess, insbesondere auch auf der Vermittlung von Gender Mainstreaming ins Ehrenamt


Gender Mainstreaming ist ein gleichstellungspolitisches Konzept. Es fordert dazu auf, alle Entscheidungen und Aktivitäten einer Organisation danach zu befragen, wie diese sich auf Frauen und Männer auswirken bzw. ob und wie sie zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit beitragen.

Mit Datum vom 19.12.2000 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) das Konzept des Gender Mainstreaming in die Förderrichtlinien des Kinder- und Jugendplans des Bundes (KJP) aufgenommen, um die Gleichstellung von Mädchen und Jungen voranzutreiben. Damit sind die aus dem KJP geförderten Organisationen der Kinder- und Jugendhilfe verpflichtet, Gender Mainstreaming umzusetzen. Im Frühjahr 2002 übernahm das DJI-Projekt vom BMFSFJ die Aufgabe, den Umsetzungsprozess von Gender Mainstreaming bei KJP-geförderten Organisationen wissenschaftlich zu begleiten, um einen Beitrag zur Operationalisierung dieses geschlechterpolitischen Prinzips für die Kinder- und Jugendhilfe zu leisten.

Ziel des Forschungsprojektes ist zum einen, den Stand der Implementierung von Gender Mainstreaming in den Organisationen zu erfassen und herauszuarbeiten, welche Rahmenbedingungen sich förderlich bzw. hemmend auf die Implementierung auswirken. Zum anderen soll die wissenschaftliche Begleitung dazu beitragen, die praktische Umsetzung von Gender Mainstreaming bei den Verbänden und in den Jugendhilfeeinrichtungen sowohl auf der Ebene der Organisations- und der Personalentwicklung als auch auf der Ebene der pädagogischen Praxis durch Information und fachliche Expertise zu fördern.

Die Erhebungsmethoden sind Dokumentenanalyse, quantitative Vollerhebung mittels Fragebogen, ExpertInnengespräche, leitfadengestützte Interviews und Gruppendiskussionen. Damit sollen Informationen, eine Rückvermittlung von Forschungsergebnissen und Dokumentationen als Anregungen zur Initiierung von Gender-Mainstreaming-Prozessen wie auch als Handreichungen in laufenden Umsetzungsverfahren erarbeitet werden.

Im Ergebnis zeigt sich: Nach der Auswertung von 25 im Rahmen von Workshops und Tagungen durchgeführten Gruppendiskussionen, 20 ExpertInneninterviews, 362 Sachberichts-Stellungnahmen zu Gender Mainstreaming und 140 von verschiedenen Organisationen ausgefüllten Fragebögen Gender Mainstreaming ist – im Großen und Ganzen – bei den aus dem Kinder- und Jugendplan geförderten Trägern als Anforderung angekommen, der sich offensichtlich nur noch wenige Träger entziehen. Als fachliche Herausforderung scheint Gender Mainstreaming akzeptiert zu sein.

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Der Abschlussbericht von Projektabschnitt I ist online.

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Kooperationsprojekt

Datenbank PRAXIMO - Gender Mainstreaming in der Jugendsozialarbeit