Interdisziplinäre Konferenz

Fachkräftebedarfe in sozialen Dienstleistungsberufen

Herausforderungen und Perspektiven

12. Februar 2016, Alice Salomon Hochschule Berlin

 

Unter diesem Motto diskutierten am 12.2.2016 mehr als hundert Teilnehmende über die quantitativen und qualitativen Ausbaubedarfe in den Berufsfeldern der sozialen Dienstleistungen. Die interdisziplinäre Konferenz bildete den Abschluss des zweijährigen Forschungsprojektes zu "Quereinstiegen in die Berufsfelder Kindertagesbetreuung und Altenpflege", das am DJI von Prof. Dr. Nina Weimann-Sandig und ihren Kolleginnen Lena Becker und Lisa Wirner bearbeitet wurde. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern Alice Salomon Hochschule Berlin und IAB Berlin-Brandenburg wurde ein Konferenzformat entwickelt, welches soziale Dienstleistungen aus sozialwissenschaftlicher, arbeitsmarktpolitischer, pädagogischer, pflege- und wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive in den Blick nahm. Im Fokus stand vor allem die Fragen, inwieweit die zunehmenden Fachkräftebedarfe in den sozialen Dienstleistungsberufen auch qualitativ nachgehalten werden können, welchen Logiken Arbeitsmarktpolitik hier folgt, wie es um strukturelle Gegebenheiten als Steuerungs-und Stützmechanismen bestellt ist und inwieweit eine Vereinbarkeit zwischen Klientenbedarfen und Finanzierungslogiken auf der einen Seite sowie zwischen Ansprüchen der Arbeitnehmenden und "guten Arbeitsbedingungen" auf der anderen Seite bestellt ist. Um den individuellen Schwerpunktsetzungen der Teilnehmenden gerecht werden zu können, erfolgte die thematische Bearbeitung insbesondere in parallel laufenden Arbeitsgruppen welche sich mit Professionalisierung in sozialen Dienstleistungsberufen, Akademisierungsbestrebungen, Sorgeökonomie, aber auch Quereinstiegsmöglichkeiten und Anwerbung ausländischer Fachkräfte befassten. Als Key-Note Speaker fungierte Dr. Holger Seibert vom IAB Berlin-Brandenburg, der die aktuellen Arbeitsmarkttrends für die Erziehungs- und Pflegeberufe pointiert zusammenfasste. Dr. Ellen Kuhlmann von der Goethe Universität Frankfurt am Main rundete die Konferenz durch eine Governance-Analyse der aktuellen Entwicklungen und Perspektiven in den Pflegeberufen ab.