Die Kernaufgaben des Zentrums für Dauerbeobachtung und Methoden bestehen in der Unterstützung von Forschungsarbeiten am DJI sowie in der Vorbereitung und Umsetzung der umfassenden und kontinuierlichen Sozialberichterstattung zu den drei Themenschwerpunkten Kindheit, Jugend und Familie in Deutschland. Daten der amtlichen Statistik und vorliegender Forschung werden ergänzt um eigene Erhebungen. Diese sammeln aktuelle, repräsentative und möglichst longitudinale haushalts- bzw. familienbezoge Informationen zu den drei Schlüsselthemen. Die Aufgabenbereiche der Abteilung umfassen die folgenden Schwerpunkte.

Durchführung der integrierten DJI-Surveyforschung (derzeit AID:A II), in enger Kooperation mit anderen DJI-Arbeitseinheiten. Der Integrierte Survey (Projekt "Aufwachsen In Deutschland : Alltagswelten (AID:A)",generiert und analysiert haushalts- bzw. familienbezogen Informationen im Bereich Kindheit, Jugend und Familie.

Weiterentwicklung und Ausbau des bestehenden Intra/Internetservice zu einem Forschungsdatenzentrum, dass die Daten aus der amtlichen Statistik, Daten und Ergebnisse eigener Forschung sowie von Sekundäranalysen, Interpretationen und Beratung in einem System der Faktendokumentation und -distribution einspeist und intern wie extern NutzerInnen adäquat zur Verfügung stellt.

Die bisherige Berichterstattung zum Kinderförderungsgesetz verfolgte das Ziel, die Entwicklung des Ausbaus der öffentlich geförderten U3-Betreuung zu evaluieren. Mit dem Rechtsanspruch auf einen solchen Platz für alle Kinder ab dem ersten Geburtstag verlagert sich der Fokus auf  die weiteren Entwicklungen des Betreuungsangebots.

Neben der Abbildung des quantitativen Ausbaus und der Bewertung qualitativer Merkmale werden in diesem Zusammenhang für die Jahre 2014 - 2016 die Bedarfsanalysen und die Wünsche der Eltern eine Rolle spielen.

Besonderes Interesse liegt dabei auf folgenden Aspekten: die Erwartungen der Eltern an die Qualität der Betreuung, die Vorstellungen von einer guten Betreuung und die quantitative Bedarfe (Ausbauziel 750.000 Plätze oder mehr?). Die künftigen Zwischenberichte der KiFöG-Evaluation (2014 - 2016) werden sich wie bislang sowohl auf die amtliche Kinder- und Jugendhilfestatistik, wie auch auf eine Zusatzerhebung bei den Jugendämtern und bei bei Tagespflegepersonen beziehen.

Gleichzeitig werden sowohl die Elternbefragung wie auch die Länderstudie weiter erhoben werden, die die Perspektive  von Eltern mit Kindern unter drei Jahren abbilden. Ziel der Analysen ist es, Aussagen der Eltern zur Betreuung ihrer Kinder in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege für die unter Einjährigen, die Einjährigen und die Zweijährigen zu erhalten. Es gilt dabei zu klären, inwieweit die von den Eltern geäußerten Bedarfe mit der Lebenssituation der Familie etc. begründet werden können.

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Qualitätsmanagement im Bereich empirischer Sozialforschung am DJI durch Schulung und Beratung inklusive der Weiterentwicklung von Fortbildungsmodulen in der Empirie.

Bisherige Diskussionen konzentrieren sich vor allem auf monetäre Bildungserträge im Lebensverlauf. Ergänzend greift das EBWO-Projekt nicht-monetäre Erträge von Bildung, wie bspw. die verschiedenen Aspekte des Wohlbefindens von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf und betrachtet potentielle Veränderungen im Wohlbefinden an den zentralen Übergängen im Lebensverlauf in Zusammenhang mit den familiären Bildungsressourcen sowie den Bildungsverläufen der Kinder und Jugendlichen selbst.

Regionen bzw. Räume sind alles andere als homogene Einheiten. Sie sind als Lebensraum mit der eigenen spezifischen Struktur und Kultur entscheidend für die Entwicklung und die Lebenschancen der in ihr lebenden Subjekte. Nirgends ist es so wie im Durchschnitt, genauer hinschauen lohnt sich.

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