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Medienerziehung zählt inzwischen zu den unabdingbaren elterlichen Erziehungsaufgaben. Sie setzt nicht nur die Fähigkeit der Eltern voraus, ihre Kinder bei der Entwicklung deren Medienkompetenzen praktisch unterstützen zu können, sondern auch die Bereitschaft der Eltern, ihre Medienerziehungskompetenzen weiterzuentwickeln. Insbesondere im Hinblick auf das Internet und hier vor allem bei den neuen mobilen Medien, wie Smartphones und Tablets, sind Eltern vor bislang unbekannte medienpädagogische Herausforderungen gestellt. Zum einen wird der Kindermedienmarkt von einer unüberschaubaren Fülle von neuartigen Medieninhalten, den Apps, überschwemmt, was die Auswahl altersgerechter und qualitativ hochwertiger Angebote erheblich erschwert. Zum anderen schränkt der Gebrauch mobiler internetfähiger Geräte das elterliche Monitoring ein, weil das Internet nun ortsunabhängig und jederzeit erreichbar ist. Die Orientierung an den besonderen Problemen und Bedürfnissen von Eltern in ihrer je spezifischen Lebenslage gilt als Schlüssel, Eltern mit geeigneten Informationen erreichen zu können und sie so bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben zu unterstützen und zugleich zu entlasten. Insbesondere sollten problembelastete Familien nicht "alleine" gelassen werden.          

Zielsetzung

Das Forschungsvorhaben zielt darauf, den medienerzieherischen Beratungsbedarf aus Perspektive der Eltern zu eruieren. Insbesondere soll ermittelt werden, welche Fragen sich Eltern hinsichtlich der Mediennutzung ihrer Kinder stellen, wo sie nach Antworten auf diese Fragen suchen und von welchen Institutionen und Akteuren - Kindergarten, Schule, Kinder- und Jugendhilfe, Politik - Eltern welche Art von Informationen und Unterstützung erwarten. Im Fokus steht dabei der Beratungsbedarf zur Medienerziehung und zum Schutz von Kindern beim Umgang mit internetfähigen Medien bzw. multifunktionalen Endgeräten. Innerfamiliäre Unterschiede in der Beurteilung der Medienerziehungsaufgaben von Müttern und Vätern sollen ebenso untersucht werden wie ein potenziell reduziertes Problembewusstsein der Eltern gegenüber dem Medienhandeln ihrer Kinder, das zu einer unbesorgten oder gleichgültigen medienerzieherischen Haltung führen kann. Letztlich soll die Studie Hinweise darauf geben, über welche Maßnahmen und auf welchen Wegen interessierte, aber vor allem auch uninteressierte Eltern mit medienpädagogischen Informationen zu erreichen sind.  

Untersuchungsschwerpunkte sind:

  • Der altersabhängige Zugang von Kindern zu digitalen internetfähigen Geräten vor dem Hintergrund deren Lern- und Risikopotenziale.
  • Das Informationsverhalten der Eltern bezüglich eines kind- und altersgerechten Internetzugangs und Internetumgangs.
  • Das Verhältnis von technischem und erzieherischem Kinder- und Jugendmedienschutz in der Erziehungspraxis der Eltern.
  • Konvergentes und divergentes Medienerziehungsverhalten von Müttern und Vätern.
  • Strukturelle Disparitäten zwischen Medienerziehung in Familien, Betreuungsinstitutionen und Schule.
  • Lücken in den Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern zum entwicklungsfördernden und sicheren Umgang ihres Kindes mit digitalen Medien.
  • Die Informations- und Maßnahmebedarfe der Eltern zur Medienerziehung ihrer Kinder.          

Konzeption und Methoden

Das Forschungsvorhaben wird als Zusatzbefragung des DJI-Survey "Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten" (AID:A) durchgeführt. Befragt werden Elternpaare (Mütter und Väter) mit Zielkindern im Alter zwischen 1 und 15 Jahren, insgesamt 350 Elternpaare pro Altersjahrgang. Die Studie wird in Kooperation mit den DJI-Projekten "AID:A - Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten" und "Digitale Medien in der Lebenswelt von Klein- und Vorschulkindern" durchgeführt. Externer Kooperationspartner ist das Hans-Bredow-Institut für Medienforschung, Universität Hamburg.

Ergebnisse

Mit der Studie werden grundlegende Daten zur Bewertung des elterlichen Informations- und Beratungsbedarfs aus jugend-, familien-, und medienpolitischer Perspektive bereitgestellt.          

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