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Forschung über Kinder, Jugendliche und Familien
an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis
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DJI-Online Gespräch

Februar 2013 mit Prof. Dr. Angelika Diezinger (Hochschule Esslingen)

Alles unter einen Hut bekommen: Alltägliche Lebensführung vor neuen Herausforderungen

Das in den 1980er Jahren entworfene soziologische Konzept der „Alltäglichen Lebensführung“ gründet darauf, dass Menschen ihr Leben heute weitaus aktiver gestalten müssen als früher. Vor allem Familien stellt dies immer wieder vor die Herausforderung des „Doing Family“, also alle Bedürfnisse und Aktivitäten der einzelnen Mitglieder in den verschiedensten Lebensbereichen konstruktiv aufeinander abzustimmen. Angelika Diezinger hat einen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftlerin am DJI genutzt, um ihre Arbeiten zum Thema „Alltägliche Lebensführung“ fortzusetzen.

Dezember 2012 mit Dr. Herwig Reiter, Zentrum für Dauerbeobachtung und Methoden (DJI)

Das Problemzentrierte Interview in der Qualitativen Sozialforschung
Das in den 1970er Jahren von Andreas Witzel entwickelte Problemzentrierte Interview ist heute ein Standardhandwerkszeug der qualitativen Sozialforschung. Gemeinsam mit Witzel hat Dr. Herwig Reiter (DJI) ein Buch verfasst, das Erfahrungen aus Praxis und Lehre dieser speziellen Interviewführung der letzten drei Jahrzehnte aufnimmt. DJI Online hat mit ihm über Grundlagen, häufige Irrtümer und das Verhältnis von quantitativer und qualitativer Forschung gesprochen.

mit Dr. Matthias Schilling, Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

Wie kommt der Ausbau der U3-Betreuung voran?
Innerhalb der letzten fünf Jahre hat ein erheblicher Ausbau des Platzangebots in der Betreuung unter Dreijähriger stattgefunden. Dennoch fehlen nach den aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes mit Blick auf das gesetzte Ausbauziel für August 2013 weitaus mehr Krippenplätze als angenommen. Bundesweit müssen noch 220.000 Plätze geschaffen werden. DJI Online hat mit Dr. Matthias Schilling über die Ausbaudynamik in Ost und West sowie auf Länderebene und in den Kommunen gesprochen.

mit Dr. Christian Alt, DJI

DJI-Länderstudie: Große regionale Unterschiede bei Bedarf und Nutzung der U3-Kinderbetreuung
Mit dem 2008 verabschiedeten Kinderförderungsgesetz (KiFöG) wurde ein Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz für Kinder unter drei Jahren (U3) ab August 2013 festgeschrieben. Die jährlich im Mai vorgelegten KiFöG-Berichte geben seitdem Auskunft über den Stand des „bedarfsgerechten“ Ausbaus. Schätzungen der soeben mit Bezug auf die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes vorgelegten DJI-Länderstudie zufolge wird der durchschnittliche Bedarf 2013 bei 39,4 Prozent liegen. Zudem wird deutlich, dass es zwischen den einzelnen Bundesländern hinsichtlich der gewünschten und der tatsächlichen Betreuungssituation große Differenzen gibt. Dr. Christian Alt, stellvertretender Leiter des Zentrums für Dauerbeobachtung am DJI und für die Länderstudie verantwortlich, spricht mit DJI Online über die aktuellen Ergebnisse.

Oktober 2012 mit Christiane Gerber, DJI

Qualitätssicherung im Kinderschutz verbessern
Trotz umfangreicher vorliegender empirischer Befunde krankt die öffentliche und fachliche Debatte zur Qualitätsentwicklung des Kinderschutzes bisweilen immer noch am schlechten, bisweilen gänzlich fehlenden Dialog zwischen Wissenschaft und Praxis in der Kinder- und Jugendhilfe. Um diesen Dialog zu fördern, hat das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) zu einem Workshop eingeladen. Ziel war es, aktuelle Befunde und Erkenntnisse aus der Forschung vorzustellen und gemeinsam mit der Praxis und der Politik ihre Bedeutung für die Qualitätsentwicklung zu diskutieren. In November erscheint eine Dokumentation des Workshops. DJI Online hat vorab mit Christiane Gerber (DJI) über die zentralen Ergebnisse gesprochen.

September 2012 mit Mariana Grgic und Prof. Dr. Thomas Rauschenbach (beide DJI)

Facebook, Flöte, Fußball: Bilanz der MediKuS-Studie
Medien, Kultur und Sport sind bedeutsame Lernfelder für junge Menschen – unabhängig davon, wo und wie sie damit in Kontakt kommen. Das Projekt „Medien, Kultur und Sport bei jungen Menschen“ (MediKuS) hat kulturelle, mediale und sportive Aktivitäten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland untersucht. Bei dieser Zusatzerhebung der DJI-Studie „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AID:A) wurden knapp 5.000 junge Menschen im Alter zwischen 9 und 24 Jahren telefonisch befragt. Kooperationspartner war das Deutsche Institut für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF). Über die Ergebnisse, die Ende September in München präsentiert wurden, hat DJI Online mit dem DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach und der Projekt-Koordinatorin Mariana Grgic (DJI) gesprochen.

Juli 2012 DJI-Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach

Der 4. Nationale Bildungsbericht
Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts und Professor an der Universität Dortmund, ist Mitautor des vierten nationalen Bildungsberichts, der gerade von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesbildungsministerium vorgestellt wurde. Im Gespräch mit DJI Online nimmt er Stellung zu den Ergebnissen des Berichts und erläutert die Hintergründe.

Juni 2012 mit Kirsten Bruhns (DJI)


Gleiche Chancen für alle? Der erste Jugendmigrationsreport des DJI
Zum ersten Mal hat das DJI verstreut vorliegende Daten zur Bildungssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zusammengestellt und ausgewertet. Der Gesamtreport steht im Internet als PDF-Version zur Verfügung. Das aktuelle DJI Impulse Heft präsentiert eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse. DJI Online hat mit Kirsten Bruhns über Kriterien, Einflussfaktoren und die mögliche Gefahr einer Kulturalisierung gesprochen.

Mai 2012 mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki (DJI)

Qualität der Kindertagesbetreuung muss weiter verbessert werden
Mit der Nationalen Untersuchung zur Bildung, Betreuung und Erziehung in der frühen Kindheit (NUBBEK), wurde in Deutschland der Versuch unternommen, in einer multizentrischen Studie die Qualität des Früherziehungssystems zu untersuchen. Die Ergebnisse, die kürzlich in Berlin präsentiert wurden, geben Aufschluss über die pädagogische Qualität in verschiedenen Formen außerfamiliärer Betreuung sowie in den Familien, ergänzt um einen speziellen Blick auf Kinder mit russischem und türkischem Migrationshintergrund. Einbezogen in die 2010 und 2011 durchgeführten Erhebungen wurden rund 2.000 Kinder im Alter von zwei und vier Jahren mit ihren Familien. Das DJI ist einer von sieben Kooperationspartnern. DJI Online hat mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki über die teils alarmierenden Ergebnisse gesprochen.

März 2012 mit Irene Hofmann-Lun (DJI)

Anlagenelektronikerin statt Kosmetikerin? Wie man Hauptschülerinnen hilft, ihr Berufsauswahlspektrum zu erweitern
Wegen des demographischen Wandels droht der deutschen Wirtschaft ein Fachkräftemangel – vor allem in den technischen Berufen, aber auch im Handwerk. Um dem entgegen zu wirken und die Chancen von jungen Frauen auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zu verbessern, möchte man ihr Interesse an Berufen im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich wecken. Während das bei Abiturientinnen schon ganz gut funktioniert, lässt sich diese Entwicklung bei den Hauptschülerinnen noch nicht feststellen, wie ein Forschungsprojekt des DJI und der Universität Hamburg belegt. Irene Hofmann-Lun erläutert die Hintergründe im DJI Online Gespräch.

Februar 2012 mit Dr. Jens Pothmann (Forschungsverbund DJI – TU Dortmund, AKJStat)

Regionale Unterschiede bei der Fremdunterbringung von Kindern und Jugendlichen in Heimen und Pflegefamilien
Die Hilfen zur Erziehung (HzE) gehören zu den zentralen Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe. Dazu zählen Beratung, kurzzeitige Unterstützung für Familien wie längerfristige Unterbringung von Kindern außerhalb der Familie. Nicht zuletzt wegen der rasant steigenden Fallzahlen und Ausgaben gerieten die HzE zuletzt in die Schlagzeilen. Eine Untersuchung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) zeigt eklatante regionale Unterschiede bei den Fremdunterbringungsquoten. Dazu hat DJI Online Dr. Jens Pothmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik einige Fragen gestellt.

Dezember 2011 mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki, Leiter der Abt. Kinder und Kinderbetreuung am DJI

Sprachliche Förderung in der Elementarpädagogik
Die sprachliche Förderung von Kindern ist mittlerweile eines der zentralen Handlungsfelder der Frühpädagogik. Da diese Thematik bislang kein fester Bestandteil der erzieherischen Ausbildung war, besteht ein großer Bedarf an berufsbegleitender Fortbildung. Das DJI entwickelt hierzu seit einigen Jahren Handlungskonzepte für die Praxis. DJI Online hat mit Prof. Dr. Bernhard Kalicki, der seit Mai 2011 die Abteilung Kinder und Kinderbetreuung am DJI leitet, über den Stellenwert der Sprachförderung in den Kitas gesprochen.

November 2011 mit Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller und Dr. Christine Steiner (alle DJI)

Ganztagsschule: Entwicklung, Qualität, Wirkungen
Der Ausbau der Ganztagsschullandschaft bedeutet einen Paradigmenwechsel im deutschen Schulsystem. Die Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen (StEG), die unter Mitwirkung des DJI entstand, begleitet diesen Prozess unter Einbeziehung der Perspektiven aller Beteiligten. Die Längsschnittstudie bildet ein breite empirische Grundlage für Erkenntnisse über individuelle und institutionelle Entwicklungen, Qualitätsmerkmale und Wirkungen von Ganztagsschulen. Neben der Publikation im Juventa-Verlag sind verschiedene Beiträge von DJI-Mitarbeiter/inne/n zum Thema in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift für Erziehungswissenschaft (ZfE) erschienen. DJI Online hat mit den Projekt-Verantwortlichen im DJI, Bettina Arnoldt, Peter Furthmüller und Dr. Christine Steiner, gesprochen.

September 2011 mit Erich Sass, Manfred Bröring und Dr. Maik-Carsten Begemann (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund)

Gesellschaftliche Beteiligung und Engagement von Jugendlichen in Zeiten des Web 2.0
In welchem Verhältnis stehen Freizeitverhalten, Mediennutzung und freiwilliges Engagement Jugendlicher zueinander? Ein Projektteam des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund hat im Kontext des DJI-Surveys AID:A (Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten) mögliche Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Engagementformen untersucht.
Ihr Fazit: Freiwillig engagierte Jugendliche nutzen das Netz im gleichen Maße wie ihre nicht engagierten Altersgenossen.
Computer und Internet sind integraler Bestandteil jugendlicher Freizeitgestaltung und alltägliches Hilfsmittel – auch im traditionellen Ehrenamt. Negative Einflüsse einer verstärkten Mediennutzung auf die Engagementbereitschaft Jugendlicher lassen sich nicht erkennen.

Juli 2011 mit Regine Derr und Helga Menne (Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung IzKK)

Schutz von Kindern und Jugendlichen vor Gewalt – ein Kernthema des IzKK
Seit über zehn Jahren bietet das am DJI angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK) bundesweit und interdisziplinär Unterstützung bei der Prävention. Als Schnittstelle zwischen Forschung, Praxis und Politik dient das IzKK zudem der Vernetzung und dem Austausch auf nationaler wie internationaler Basis. Die Aufarbeitung von sexueller Gewalt gegen Kinder in Institutionen ist für das IzKK schon länger ein Thema. DJI Online hat mit Regine Derr und Helga Menne über die aktuelle Arbeit des IzKK gesprochen.

Juni 2011 mit Lutz Stroppe, Leiter der Abteilung 5 „Kinder und Jugend“ im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)

Eigenständige Jugendpolitik – geht das?
Auf dem 14. Deutschen Jugendhilfetag in Stuttgart wird Lutz Stroppe ein Papier vor- und zur Diskussion stellen, das die Eckpunkte der zukünftigen jugendpolitischen Strategie des Bundes enthält. Angesichts eines Arbeitsfeldes mit großen Herausforderungen, sehr vielen Akteuren, wenig klar umrissenen Zuständigkeiten und vielen strittigen Themen ist es ein mit Spannung erwarteter Vortrag. DJI Online hat vorab mit Lutz Stroppe über die Jugendlichen gesprochen, über freie Zeit und freien Raum, Benachteiligung und Teilhabe, Partizipation und Anerkennung.

Mai 2011 mit Elisabeth Helming (DJI) und Dr. Heinz Kindler (DJI)

Handbuch „Pflegekinderhilfe in Deutschland“ erschienen
In Deutschland leben gegenwärtig etwa 50.000 Kinder in Pflegefamilien – manche nur einige Zeit, andere mehrere Jahre lang, mitunter bis zur Volljährigkeit oder darüber hinaus. Das komplexe Geflecht von Kind, Herkunftseltern und Pflegefamilie und die zum Teil traumatisierenden Erfahrungen, die viele Kinder vor ihrer Unterbringung machen mussten, stellen große Anforderungen an alle Beteiligten des Hilfesystems. Unterstützung bei dieser sehr anspruchsvollen und wichtigen Aufgabe finden Fachkräfte der Jugendhilfe sowie der rechtlichen Institutionen im neuen Handbuch zur Pflegekinderhilfe, das in Kooperation des Deutschen Jugendinstituts (DJI) und des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) entstanden ist.

April 2011 mit PD Dr. Waltraud Cornelißen (DJI)

Ein Zukunftstag ist nicht genug
Wie kann bei Jungen das Interesse für eher frauendominierte Berufe geweckt werden? Das Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit hat es mit der Veranstaltung eines Jungen-Zukunfts-Tages versucht. Analog zum etablierten Girls' Day bot sich in diesem Jahre erstmalig 35.000 jungen Teilnehmern beim Boys' Day die Gelegenheit, Berufe ohne die Scheuklappen der Einteilung in Männer- und Frauenberufe kennenzulernen. DJI Online hat mit der Gender-Expertin Dr. Waltraud Cornelißen über die Hintergründe gesprochen.

Juli 2010: 10 Jahre IzKK

mit Dr. Claudia Bundschuh (Mitarbeiterin des Kinderschutzbundes NRW), Dr. Thomas Meysen (Fachlicher Leiter des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht) und Prof. Dr. Reinhold Schone (Professor für Organisation und Management in der Sozialen Arbeit an der Fachhochschule Münster)

Juli 2010 mit Dr. Matthias Schilling, Forschungsverbund DJI/TU Dortmund

Wie viel Personal braucht das Bildungssystem in den nächsten Jahren?
Neben den Herausforderungen, die sich für die Schulen aus dem sich weiter verschärfenden Problem des Lehrkräftemangels ergeben, hat vor allem der Ausbau der Tageseinrichtungen für Unter Dreijährige laut Bildungsbericht 2010 große Auswirkungen auf den Personalbedarf im Bildungssystem. Ob und ggf. wie die benötigten 40.000 zusätzlichen Fachkräfte angeworben werde können, hat eine Expertise des Forschungsverbundes DJI/TU Dortmund u.a. anhand von differenzierten Personalbedarfsszenarien für die Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) aktuell ermittelt. WiFF ist ein Programm des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und der Robert Bosch Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut.
zur Expertise
WiFF

Juni 2010 mit Prof. Glen H. Elder von der University of North Carolina, Chapel Hill

Kinder in der Krise – Ein Gespräch mit Glen H. Elder
Wie wirkt sich die Wirtschafts- und Finanzkrise auf junge Menschen in Großbritannien, USA und Deutschland aus? Zu diesem Thema fand auf Einladung der DJI-Fachabteilung Jugend und Jugendhilfe Ende Juni ein internationaler Workshop am DJI statt. Ziel ist, die Folgen der Krise und die Bewältigungsstrategien der Jugendlichen längerfristig im Rahmen einer internationalen Forschungskooperation zu untersuchen. Zu Gast war neben europäischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auch Prof. Glen H. Elder von der University of North Carolina, Chapel Hill. Seine Studie “Children of the Great Depression” (1974/1999) zählt zu den bedeutenden Werken der Armutsforschung. DJI Online sprach mit Glen Elder.

Mai 2010 mit Christine Gerber (DJI)

Aus Fehlern im Kinderschutz lernen
Um aus problematischen Kinderschutzfällen zu lernen und Defizite im Kinderschutz zu identifizieren, wurde das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) beauftragt, ein Qualitätsentwicklungsprojekt durchzuführen und eine Plattform für einen regelhaften Erfahrungsaustausch einzurichten. Christine Gerber berichtet im DJI Online Gespräch von ersten Ergebnissen auf dem Weg zu einer Annäherung an allgemeingültige Qualitätsstandards für den Kinderschutz in Deutschland.

April 2010 mit Dr. Reinhard Liebig und Wiebken Düx (Forschungsverbund DJI/TU Dortmund)

Wie effektiv ist Jugendarbeit und wie messe ich das?

Aktuell wächst der Druck auf die Jugendarbeit, ihre Leistungen und Wirkungen nachzuweisen. In einem durch Informalität und Freiwilligkeit geprägten gesellschaftlichen Bereich wie der Jugendarbeit ist es allerdings sehr schwierig, Effekte der Arbeit wissenschaftlich fundiert zu belegen.
Einige Vorüberlegungen und Vorarbeiten zu diesem komplexen und komplizierten Thema sind in den letzten Jahren im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund geleistet worden.

März 2010 mit Birgit Riedel, Grundsatzreferentin für Einrichtungen, Entwicklungen und Governance der Kindertagesbetreuung (DJI)

Potenziale beim Ausbau der Tagesbetreuung unter Dreijähriger noch nicht ausgeschöpft
Der Ausbau von Angeboten der Bildung, Betreuung und Erziehung für Kinder unter drei Jahren und die Frage, wie dieser Ausbau vor Ort initiiert und gestaltet werden kann, stellt aktuell für Kommunen und Landkreise eine komplexe Herausforderung dar. Als örtliche Jugendhilfeträger sind sie dafür verantwortlich, ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot bereitzustellen. Eine DJI-Studie hat mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung untersucht, welche Faktoren dazu beitragen, eine hohe Entwicklungsdynamik anzustoßen und Empfehlungen daraus abgeleitet.

Februar 2010 mit Sabine Herzig und Regine Derr (Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung – IzKK)

Fallstricke im Netz erkennen
 
Regine Derr und Sabine Herzig vom Informationszentrum Kindesmisshandlung/Kindesvernachlässigung (IzKK) am DJI weisen darauf hin, dass Internet, Computer und Handy nicht nur als Wissensquelle oder Unterhaltungsmedium genutzt werden können, sondern auch Gefahren bergen. Cyberbullying (medienvermittelte Demütigungen) oder Grooming (die Kontaktanbahnung mit dem Ziel sexueller Belästigung und Ausbeutung) sind Beispiele dafür. Auch wenn es keinen hundertprozentigen Schutz, etwa vor Belästigungen, geben kann, müssten Eltern ihren Kindern unbedingt Regeln an die Hand geben, damit sie sich im Internet kompetent und möglichst gefahrlos bewegen, so Derr und Herzig im Gespräch mit DJI Online.

Januar 2010 mit Dr. Frank Braun, (scheidender) Leiter des Forschungsschwerpunkts Übergänge in Arbeit (DJI)

Ausbildung für alle
Dr. Frank Braun, der scheidende Leiter des „Forschungsschwerpunktes Übergänge in Arbeit“ am DJI, sieht auch in Zukunft noch umfangreiche Aufgaben für die Jugendpolitik, deren zentrale Forderung, nämlich Ausbildung für alle, noch nicht eingelöst ist. Mit den lokalen Übergangsstudien des DJI werde den Kommunen ein Instrument für eine empiriegestützte Politik an die Hand gegeben, um junge Menschen bei den Übergängen im Jugendalter effektiv zu unterstützen.

Oktober 2009 mit Prof. Dr. Claus Tully, DJI

Nachhaltigkeit und Konsum bei Jugendlichen
Was unter Konsum zu verstehen ist, ist den meisten Menschen klar. Was aber ist Nachhaltigkeit und was nachhaltiger Konsum? Wie gehen junge Menschen mit dem Thema um? Und welchen Einfluss können oder sollen Bildungsinstitutionen auf die Einstellungen der Jugendlichen haben? Ein Gespräch mit dem Jugendforscher Prof. Dr. Claus Tully (DJI), der sich im Rahmen der Forschungskooperation „Bildungsinstitutionen und nachhaltiger Konsum (BINK) mit diesen Fragen auseinander setzt. 

September 2009 mit Tina Friederich, DJI

Ausbildung von ErzieherInnen auf Hochschulniveau?
Im Vergleich zum europäischen Ausland ist der AkademikerInnenanteil von Fachkräften in deutschen Kindertageseinrichtungen deutlich geringer. Folglich wird im Zuge des Ausbaus der Kinderbetreuung nicht nur der quantitative Bedarf, sondern auch die Qualifizierung des Fachpersonals intensiv diskutiert. Tina Friederich (DJI) hat die Ausbildung der frühpädagogischen Fachkräfte in anderen europäischen Ländern untersucht, um daraus mögliche Denkanstöße für die Debatte in Deutschland abzuleiten.

August 2009 mit Walter Riester, MdB

"Den Wandel als Chance begreifen"
Die junge Generation ist einem immer stärkeren wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Wandel ausgesetzt. Der ehemalige Arbeits- und Sozialminister Walter Riester (MdB) plädiert dafür, die Jugendlichen darin zu unterstützen, diese Veränderungen nicht als Bedrohung zu sehen, sondern als Chance zu nutzen.

Juli 2009 mit Christiane Bopp, Deutscher Caritasverband

"Fördernetzwerke für Jugendliche mit Behinderungen besser verknüpfen"
Konzepte zur Gesundheitsförderung, wie sie im 13. Kinder- und Jugendbericht vorgestellt werden, sind im Idealfall auch für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen uneingeschränkt anwendbar. Christiane Bopp bemängelt im DJI-Gespräch, dass diese Jugendlichen mit ihren Familien noch zu wenig als Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe gesehen werden. Sie fordert eine konsequentere Umsetzung bestehender gesetzlicher Regelungen wie den barrierefreien Zugang zu Bildung und Frühförderung.

Juni 2009 Donata Elschenbroich, DJI

"Reifer Reis neigt den Kopf" – Ältere Menschen in Japan
Haikus schreiben, Origamis falten und sich in der hohen Kunst des Ikebana zu üben – das sind einige der bislang üblichen Beschäftigungen der für ihre Weisheit geschätzten Alten in Japan. Auch in Japan, der Gesellschaft mit der höchsten Lebenserwartung und dem höchsten Anteil alter Menschen, ergeben sich heute in den Stadtvierteln und Dörfern die Kontakte zwischen alten Menschen und Kindern nicht mehr von selbst. Wie versucht man in Japan, dieser „Entmischung der Generationen“ entgegen zu wirken? Otto Schweitzer und Donata Elschenbroich haben mit der Kamera beobachtet, was Kinder und alte Menschen für einander tun können – in Pflegeheimen, in der Familie mit Großeltern und Urgroßeltern, in Kooperatven und in Demenzzentren. Im Pflegezentrum Showa haben sie die „Child-Assisted Therapy“ entdeckt, ein auch in Japan noch einzigartiges Projekt.

April 2009 mit Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen

Sogenannte Amokläufe
Prof. Dr. Britta Bannenberg, Professorin für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Giessen, nennt im DJI Online Gespräch Parallelen in den Persönlichkeitsprofilen der von ihr untersuchten Fälle. Auffälligkeiten Einzelner im Vorfeld frühzeitig zu erkennen, sei u.a. durch kleinere Klassen mit positiven Bindungen zwischen Schülerschaft und Lehrkräften und ein verbessertes Schulklima zu verbessern. Kritisch sieht sie die gewaltige Medienresonanz, die zu Nachahmertaten anrege. 

März 2009 mit Prof. Dr. Klaus Wahl, DJI

Amokläufe und Jugendgewalt: Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Wer Amokläufen und anderen Formen von Jugendgewalt wirksam vorbeugen will, muss sich mit den Ursachen für ihr Entstehen auseinandersetzen. Der Aggressionsforscher Klaus Wahl (DJI) hat die Lebensläufe zahlreicher jugendlicher Gewalttäter untersucht – nachzulesen im gerade erschienenen Buch Täter oder Opfer? Jugendgewalt – Ursachen und Prävention, das er zusammen mit Katja Hees verfasst hat. Ein Gespräch über jüngste Erkenntnisse interdisziplinärer Forschung zur Entstehung von Aggression und Gewalt sowie Folgerungen für sinnvolle Präventionsansätze.

Februar 2009 mit Petra Best, DJI

Sprachliche Förderung in der Kita
„Überall steckt Sprache drin“ lautet ein Motto des langjährigen DJI-Projekts, zu dessen Abschluss gerade umfangreiche Praxismaterialien erschienen sind. Petra Best erklärt, warum Sprache darin nicht als eigenständiges Bildungsthema verstanden wird. Die DJI-Publikation soll ErzieherInnen vielmehr dazu motivieren, Sprachförderung als querliegendes Thema und kontinuierliche Aufgabe in den Bildungsalltag der Kita zu integrieren.

Dezember 2008 mit Dr. Barbara Thiessen, DJI

Heimliche Helfer in Haushalt und Pflege
Ein dunkles Kapitel der Migration ist die illegale Migration vor allem von Frauen aus ärmeren Regionen in Länder, in denen veränderte Familien- und Erwerbsarbeitsverhältnisse einen großen Bedarf an Unterstützungsleistungen in den Bereichen Haushalt und Pflege nach sich ziehen. Dr. Barbara Thiessen (DJI), die im November an einer Tagung an der York University of Toronto (Kanada) zu Haushalts- und Pflegearbeit im internationalen Vergleich teilgenommen hat, erläutert im DJI-Gespräch die Zusammenhänge von Migration und Beschäftigung in Privathaushalten.

November 2008 mit Dagmar Müller, DJI

Familie: Väterglück und Karriereknick?
Für die meisten Frauen stellt die Geburt eines Kindes einen mehr oder weniger starken Einschnitt in ihrer Berufsbiografie dar. Ähnlich wie ihre Partner haben viele hochqualifizierte Frauen die Absicht, auch mit Kind ihren eingeschlagenen beruflichen Weg weiter zu gehen, finden sich aber wenige Jahre später häufig in Teilzeitjobs mit deutlich geringerem Einkommen wieder. Welche Faktoren inner- und außerhalb der Paarbeziehung für diese Entwicklung verantwortlich sind, untersucht derzeit ein Projekt der Forschungsgruppe Gender und Lebensplanung am DJI. DJI Online sprach mit der Projektverantwortlichen Dagmar Müller.

Oktober 2008 mit Dr. Christian Alt, Leiter des DJI-Kinderpanel

Kinder in Deutschland
Die Themen Kinder und Kindheit sind zu einem zentralen Gegenstand in den Sozialwissenschaften avanciert. Einen wichtigen Beitrag zum aktuellen Diskurs haben auch das DJI-Kinderpanel und die DJI-Kinderbetreuungsstudie geleistet. Die Befunde werden im Kontext weiterer empirischer Studien auf einer wissenschaftlichen Fachtagung des DJI am 15. und 16. Oktober 2008 präsentiert und u.a. als Herausforderung für Politik, Fachpraxis und Wirtschaft sowie für die Wissenschaft selbst diskutiert. Dr. Christian Alt verantwortet das DJI-Kinderpanel seit seinen Anfängen im Jahr 2002. DJI-Online hat mit ihm im Vorfeld der Fachtagung gesprochen.

September 2008 mit Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)

Gemeinsam zum Erfolg: Die Rolle des Gesundheitswesens im Bereich Frühe Hilfen
Seit über 40 Jahren setzt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auf Information, Prävention und zeitgemäße Kommunikation. Sie ist mit zahlreichen Informationsplattformen zu Themen wie Aids, Drogen und Sucht, Kindergesundheit, gesunder Ernährung oder Organspende im Internet präsent. Im 2007 gegründeten Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) setzt sie sich gemeinsam mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) für den verbesserten Schutz von Kleinkindern und Säuglingen vor Vernachlässigung und Misshandlung ein. Entscheidender Hebel ist hierfür die Verzahnung von Gesundheitseinrichtungen mit der Kinder- und Jugendhilfe. Ein Gespräch mit der Direktorin der BzgA Prof. Dr. Elisabeth Pott.

August 2008 mit Ulrike Richter, DJI Außenstelle Halle

Sichtbar kompetent durch Praktika
Was lernen Jugendliche in Bereichen, in denen das Lernen nicht angeordnet ist? Wie können diese Kompetenzen sichtbar gemacht werden? Im Projekt „Informal Competencies and their Validation (ICOVET)“ wurde ein Interviewverfahren zur Erfassung dieser informell erworbenen Fähigkeiten entwickelt. Interview- und Fortbildungskonzept werden im Anschlussprojekt ICONET weiterentwickelt und in die Praxis transferiert. Wie das im Rahmen von Schülerpraktika konkret aussehen kann, beschreibt Ulrike Richter (DJI) im Gespräch.

Juli 2008 mit Prof. Dr. Hans Döbert, DIPF

Evaluation und dann ...?
Der zweite nationale Bildungsbericht ist unter Federführung des Deutschen Instituts für Internationale Pädagogische Forschung (DIPF) entstanden. Prof. Dr. Hans Döbert war als Leiter der Projektgruppe Bildungsberichterstattung am DIPF als verantwortlicher Koordinator und als Mitglied der Autorengruppe maßgeblich an der Erstellung des Berichts beteiligt. Wir haben ihm einige Fragen zum kürzlich präsentierten Bericht gestellt.

Juni 2008 mit Dr. Hans Rudolf Leu, Leiter der Abt. Kinder und Kinderbetreuung (DJI)

Früh fördern statt überfordern
Die Diskussion um die möglichst frühe Förderung des Nachwuchses führt mancherorts zu übereifrigen Versuchen, schon Einjährige als sogenannte „Fast Track Kids“ auf die pädagogische Überholspur zu setzen. Dr. Hans Rudolf Leu, Leiter der Abteilung Kinder und Kinderbetreuung im DJI warnt vor einer Durchrationalisierung und Beschleunigungsgeboten in der Erziehung. Kleinkinder brauchten ganz besondere, ihrem Alter angemessene Rahmenbedingungen und vor allem viel Zeit und Aufmerksamkeit der Erwachsenen für ein sinnvolles Lernen, betont Leu im DJI-Gespräch.

Mai 2008 mit Dr. Andrea Müller und Ulrike Berg-Lupper, DJI Abt. Kinder und Kinderbetreuung

 
Interkulturelle Kompetenz im Kindergarten
Eine Studie des DJI untersucht gerade internationale Kinderbegegnungen mit Blick auf den Erwerb interkultureller Kompetenz für die Altersgruppe der 8- bis 12-Jährigen. Kinder vor dem Eintritt in die Pubertät seien noch neugieriger, offener, weniger gehemmt oder mit vorgefassten Urteilen belastet und daher für das interkulturelle Lernen prädestiniert, heißt es.
Ulrike Berg-Lupper (DJI) und Dr. Andrea Müller (DJI) erläutern im Gespräch, welchen Stellenwert das interkulturelle Lernen für die Arbeit mit jüngeren Kindern hat - zum Beispiel in Kindertagesstätten, die häufig eine große Bandbreite an Kindern unterschiedlicher Herkunftskulturen aufweisen.

April 2008 mit Anna Lödermann, DJI

Unterstützung für Familien: Wie machen es die anderen?
Als Forschungspraktikantin am DJI ist Anna Lödermann der Frage nachgegangen, welche integrierten familienunterstützenden Einrichtungen und Programme es aktuell in anderen Ländern gibt. Im Mittelpunkt stand die Suche nach Angeboten und Konzepten, die über die deutsche Einrichtungspraxis der Eltern-Kind, bzw. Familienzentren hinausgehen. Ihr „Blick über den Tellerrand“ kann gezielte Anregungen für die deutsche Entwicklung im Bereich familienunterstützender Einrichtungen geben.

Februar 2008 mit Xandra Wildung, DJI

Service für Unternehmen: „Betriebsklima-Analyse“ Online
Ein Viertel der Jugendlichen in Deutschland hat heute einen Migrationshintergrund. Das führt dazu, dass auch in Betrieben Auszubildende aus den unterschiedlichsten Kulturkreisen zusammenkommen. Es ist im Interesse aller Beteiligten, dass diese interkulturellen Beziehungen möglichst reibungslos funktionieren. Unterstützung für entsprechende (Betriebs)analysen bietet das DJI. Ein Gespräch mit Projektleiterin Xandra Wildung, Forschungsgruppe Migration, Integration und interethnisches Zusammenleben (DJI).

November 2007 mit Dr. Andrea G. Müller, DJI

Kinderrechte feiern 18. Geburtstag
Die Kinderrechte werden „volljährig“. Vor 18 Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen am 20. November die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Alle Kinder auf der Welt erhielten damit verbriefte Rechte auf Überleben, Entwicklung, Schutz und Beteiligung. Außerdem wird darin eine neue Sicht auf Kinder als eigenständige Persönlichkeiten gefordert. Alle Staaten mit Ausnahme der USA und Somalias haben die Konvention ratifiziert. Ein Gespräch mit Dr. Andrea G. Müller, Grundsatzreferentin am DJI für Bildung und Lebenslagen von Kindern.

Oktober 2007 mit Sonya Saroyan, Stipendiatin am DJI

„Das Kopftuch, die Kontexte und die Identität: Zur Selbstwahrnehmung muslimischer Frauen“
In Deutschland ist das Kopftuch immer wieder ein „rotes“ Tuch, das heftige Debatten auslöst. Welche Bedeutung aber hat es für die muslimischen Frauen selbst? Sonya Saroyan hat diese Frage im Rahmen eines DJI-Stipendiums untersucht.

September 2007 mit Dr. Karin Jurczyk, DJI Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik

„Doing Family – Familie als Herstellungsleistung“
Familie ist im Wandel begriffen, aber die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich nicht im erforderlichen Maß und Tempo. Es mangelt an einem gelingendem Zusammenspiel der Institutionen im Interesse des privaten Lebens. Dies zu verbessern, ist eines der Anliegen zahlreicher Forschungsprojekte am DJI, wie die Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik, Dr. Karin Jurczyk im Gespräch erklärt.

August 2007 mit Dr. Barbara Thiessen, DJI: „Müttermythen und Väterlücken“

Mütter als Actionheldinnen und Kinderwagen schiebende Väter? Eine gemeinsam Veranstaltung von DJI und er Universität Hannover widmet sich der Darstellung von Müttern und Vätern in den Medien und fragt, welche Wechselwirkungen es zwischen medialer Präsentation und sozialer Praxis gibt. Die international hochkarätig besetzte Treffen bringt Sozial- und MedienwissenschaftlerInnen zum interdisziplinären Austausch zusammen.

DJI Online Gespräch Juli 2007 mit Prof. Klaus Klemm, Leiter der AG Bildungspolitik an der Universität Duisburg-Essen

Quo Vadis Hauptschule?
Bei der Entwicklung der Hauptschulen führt die föderale Struktur des deutschen Bildungswesens derzeit zur Ausprägung ganz unterschiedlicher Modelle, die eng mit der jeweiligen Haltung zum dreigliedrigen Schulsystem zusammenhängen. Wir haben mit dem Bildungsforscher Professor Klaus Klemm über den aktuellen Stand in der Hauptschuldebatte und die Folgen für das deutsche Bildungssystem gesprochen.

DJI Online Gespräch Juni 2007 mit Barbara Rink, DJI

Bewältigungsstrategien von Jugendlichen in sozialen Brennpunkten
Wenn von benachteiligten Stadtvierteln die Rede ist, richtet sich der Blick häufig auf die Mängel, die es zu beheben gilt, und in dem Zusammenhang vorrangig auf die strukturellen und sozialen Rahmenbedingungen. Die Jugendlichen selbst, und vor allem ihre Stärken und Kompetenzen, stehen seltener im Mittelpunkt von Untersuchungen. Anders bei Barbara Rink. Sie war in Paris und Mainz vor Ort, hat die Jugendlichen beobachtet und befragt. Im Rahmen eines DJI-Stipendiums wertet sie derzeit ihre erhobenen Daten aus.

DJI Online Gespräch Mai 2007 mit Angelika Diller, DJI

Allheilmittel Netzwerk?
Wenn es um die Verbesserung der Lebenssituation von Familien und Kindern geht, tauchen immer häufiger die Zauberwörter Vernetzung und Kooperation auf. Beides wird aller Orten gefordert, aber selten wird thematisiert, wie Netzwerke tatsächlich funktionieren. Angelika Diller (DJI) hat institutionsübergreifende Kooperationsprozesse am Beispiel der Eltern- Kind-Zentren untersucht.

DJI Online Gespräch April 2007 mit Ulrike Richter, DJI Halle

Der Kompetenznachweis Kultur (KNK)
Wenn Jugendliche in Kunst und Kultur aktiv sind, dann lernen sie nicht nur Theater zu spielen, ein Instrument zu beherrschen oder den technischen Umgang mit Medien. Sie entwickeln gleichzeitig soziale Kompetenzen, die in Alltag und Beruf sehr gefragt sind. Der Kompetenznachweis Kultur macht diese Stärken sichtbar. Im vergangenen Jahr wurde der KNK einer kritischen Prüfung unterzogen. Ulrike Richter berichtet über die Ergebnisse der Evaluation.

DJI Online Gespräch Februar 2007 mit Boris Geier, DJI

„Kompetent erziehen“
Wir wissen heute, wie entscheidend die ersten Lebensjahre für die gesamte spätere Entwicklung eines Menschen sind. Nachgewiesen ist auch der deutliche Einfluss der Eltern auf den schulischen Erfolg oder Misserfolg ihrer Kinder. Gute Gründe, um herauszufinden, wie kompetent Eltern heute in Erziehungsfragen sind. Ein Gespräch mit Boris Geier vom DJI über „förderliche“ und „nicht förderliche“ Erziehungsstile.

DJI Online Gespräch Dezember 2006 mit Jens Lipski und Nadine Pautz, DJI

Kooperation von Schule mit außerschulischen Akteuren
Welche Bedingungen müssen vorliegen, damit Kooperationen zwischen Schulen und außerschulischen Institutionen wie Musikschulen, Sportvereinen, Kunstprojekten oder betriebsnahen Projekten gut funktionieren? Wo liegen die größten Stolpersteine? Wie können bildungspolitische Ziele wie individuelle Förderung, veränderte Lernkultur, soziales Lernen, Kreativität und Partizipation durch ein strategisches Zusammenwirken aller Beteiligten am ehesten erreicht werden? Diese Fragen hat ein DJI Forschungsprojekt untersucht.

DJI Online Gespräch Oktober 2006 mit Prof. a.V. Dr. Claus Tully, DJI

On the Road again – Mobil im Alltag
Ist ein 18-Jähriger, der kein eigenes Auto hat, schon out? Fest steht: die Jugend ist so mobil, wie nie zuvor. Wir haben mit Prof. Dr. Tully über sein neues Buch gesprochen, in dem er das Mobilitätsverhalten der Jugendlichen zwischen Option und Zwang untersucht.

DJI Online Gespräch September 2006 mit MinDirig. Hans Konrad Koch, Bundesministerium für Bildung und Forschung

Herausforderung Ganztagsschule
Der Bund unterstützt die Einrichtung und den Ausbau von Ganztagsschulen in Deutschland mit einem Investitionsprogramm von vier Milliarden Euro. Wir haben mit Ministerialdirigent Hans Konrad Koch vom Bundesministerium für Forschung und Bildung über Nutzen und Nutzung der Ganztagsschule, über Pläne, Widerstände und die zukünftige Entwicklung gesprochen.

DJI Online Gespräch Juli 2006 mit Dr. Karin Jampert, DJI

Sprachförderung für alle Kindergartenkinder
Sprachförderung ist in den letzten Jahren zu einem der wichtigsten bildungspolitischen Themen geworden. Alle Bundesländer haben für den Elementarbereich Bildungs- und Erziehungspläne aufgestellt und in allen spielen Sprache und Sprachförderung eine zentrale Rolle. Ein Gespräch mit Dr. Karin Jampert vom DJI, die mit einem interdisziplinären Team ein Sprachförderkonzept für Kitas entwickelt hat.

DJI Online Gespräch Juni 2006 mit Dr. Stefan Borrmann, DJI

Soziale Arbeit mit rechten Jugendcliquen
Das Thema, das Dr. Stefan Borrmann (DJI) in seinem jüngsten Buch behandelt, ist hochaktuell. Wir haben mit ihm über Kennzeichen rechter Gruppen, Ursachen für die Entstehung, die Rolle von Eltern und Schule sowie die Herausforderung für die JugendarbeiterInnen und deren notwendige Unterstützung gesprochen.

DJI Online Gespräch Mai 2006 mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des DJI

Reform oder Ende der Erzieherinnenausbildung?
Der von Angelika Diller und Thomas Rauschenbach herausgegebene gleichnamige Band ist im DJI Verlag erschienen und versammelt Beiträge zu einer kontroversen Fachdebatte.
Es gibt zwar einen breiten Konsens, dass das Qualifikationsprofil der ErzieherInnen dringend verbessert werden muss. Um die unterschiedlichen Konzepte und Ausbildungsgänge von Fachschulen, Fachhochschulen und Universitäten aber wird gestritten.
Im DJI Online Gespräch plädiert DJI Direktor Prof. Dr. Thomas Rauschenbach im Sinne einer Professionalisierung für eine Ausbildung auf Hochschulniveau.
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DJI Online Gespräch April 2006 mit Dr. Frank Braun, DJI

Leiter des Forschungsschwerpunkts "Übergänge in Arbeit"

Die Hauptschule: Sackgasse für Benachteiligte?

Gewalttätige Ausschreitungen an einer Berliner Hauptschule haben eine Debatte ausgelöst, sowohl über zu verstärkende Integrationsbemühungen als auch über die Hauptschule als Schulform. Dr. Frank Braun hält eine übertriebene Dramatisierung für unangebracht, fordert aber einen anderen Umgang mit den betroffenen Jugendlichen.

DJI Online Gespräch März 2006 mit Angelika Diller, DJI

Projekt Eltern-Kind-Zentren

Potenzial und Zukunft der Eltern-Kind-Zentren

Sie bieten Kindertagesbetreuung, Familienbildung und -förderung unter einem Dach: integrativ, niederschwellig und im sozialen Nahraum verankert. Ein Gespräch mit Angelika Diller über Entstehung, Potenzial und Zukunft der Eltern-Kind-Zentren.

DJI Online Gespräch Februar 2006 mit Dorit Sterzing, DJI

Unterstützung für Alleinerziehende

Alleinerziehende brauchen besondere Unterstützung, um auf dem Arbeitsmarkt erstmals oder wieder Fuß zu fassen. Ein DJI-Projekt hat dazu Handlungsempfehlungen für Kommunen entwickelt. Dorit Sterzing stellt im Gespräch die wichtigsten Eckpfeiler des Konzepts vor.

DJI Online Gespräch Dezember 2005 mit mit der DJI-Stipendiatin Esther Rosenboom aus Hamburg

Familienrichter und das Kindeswohl

Mit Gefährdungen des Kindeswohls durch Gewalt und Vernachlässigung gehen Familienrichter in der Praxis sehr unterschiedlich um. Wegen der richterlichen Unabhängigkeit ist Abhilfe durch Standardisierungsvorschriften nicht möglich. Esther Rosenboom, die im Rahmen ihrer Dissertation ein DJI-Forschungsstipendium erhielt, plädiert für eine frühzeitige interdisziplinäre Kooperation vor allem zwischen Jugendamt und Familiengericht.

DJI Online Gespräch September 2005 mit Sibylle Friedrich, DJI Stipendiatin aus Hamburg

"Familien sind keine Inseln"

Sibylle Friedrich ist Diplom-Psychologin. Seit April 2005 ist sie Gastwissenschaftlerin am DJI. Sie hat untersucht, wie die informellen Netzwerke von Familien, die Familienhilfe in Anspruch nehmen, besser genutzt werden können. Wir haben mit ihr über die Ergebnisse gesprochen.

DJI Online Gespräch August 2005 mit Hans Lösch, DJI

Was heißt hier fremd?

Fragen nationaler Identität und ethnischer Differenz sind ein Lieblingsthema von Hans Lösch, dem langjährigen Redakteur der DJI-Zeitschrift DISKURS. Nach über 30 Jahren verlässt der 1943 geborene Hans Lösch das Institut. Wir haben mit ihm über Herkunft, Heimat und Zugehörigkeit gesprochen.

DJI Online Gespräch Juli 2005 mit mit Beate Pedrals, Stipendiatin am DJI

Was heißt "erwachsen"?

Das StipendiatInnen-Programm des DJI bietet jüngeren WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland Gelegenheit zur wissenschaftlichen Forschung in München. Wir haben mit der Stipendiatin Beate Pedrals (31) aus Valparaiso/Chile gesprochen, die gerade ihre Forschungsarbeiten in München beendet hat.

DJI Online Gespräch Juni 2005 mit Dr. Donata Elschenbroich, DJI

Expertin für Bildung in frühen Jahren und Autorin des Bestsellers "Weltwissen der Siebenjährigen"

Kinder als Naturforscher

In den Jahren vor der Schule werden Kinder in Deutschland oft unterschätzt. Ihre Wissbegier, ihr natürlicher Forscher- und Erfindungsdrang laufen ins Leere, finden keinen Widerhall, werden sogar gebremst. Donata Elschenbroich vom DJI setzt sich seit vielen Jahren ein für die kindgerechte Vermittlung naturwissenschaftlichen Wissens in den Kindergärten und Grundschulen.

DJI Online Gespräch April 2005 mit Dr. Waltraud Cornelißen, DJI

Leiterin der Abteilung Geschlechterforschung und Frauenpolitik am DJI

Mädchen und Technik: Girls' Day am 28. April

2005 jährt sich zum 5. Mal der "Mädchen-Schnuppertag" für technische Berufe. Der Girls' Day soll Mädchen und jungen Frauen Einblick in naturwissenschaftliche und technische Berufe geben. Obwohl sich ein deutlicher Mangel an qualifizierten Fachkräften gerade im technischen Bereich abzeichnet, gehen die meisten Schulabgängerinnen immer noch in andere Ausbildungsberufe wie Bürokauffrau oder Krankenschwester. Wir haben mit Waltraud Cornelißen über die Hintergründe gesprochen. Sie leitet die Abteilung Geschlechterforschung und Frauenpolitik am DJI.

DJI Online Gespräch Dezember 2004 mit Dr. Karin Jurczyk, DJI

Leiterin der Abteilung Familie und Familienpolitik
Mitautorin des Buches "Von der Tagespflege zur Familientagesbetreuung"

Ausbau der Kinderbetreuung durch qualifizierte Tagespflege
Die Betreuungssituation für unter Dreijährige ist insbesondere im Westen Deutschlands sehr unzureichend. Der vorangetriebene Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen wird aber stufenweise vorgenommen und kann deshalb erst 2010 richtig greifen. Eine wichtige Ergänzung ist deshalb die Tagespflege: die familiennahe Unterbringung der Kleinen bei Tagesmüttern oder Tagesvätern.
Wir haben mit Dr. Karin Jurczyk über Vor- und Nachteile dieser familiennahen Betreuungsform und die Notwendigkeit ihrer Weiterentwicklung gesprochen.

DJI-Online Gespräch Oktober 2004 mit Dr. Angelika Tölke, DJI

Späte Väter? Männer und Familie
Nachdem die Analysen zum Wandel im Partnerschafts- und Fertilitätsverhalten bislang fast ausschließlich aus der Perspektive der Frau vorgenommen wurden, rücken die Männer zunehmend in den Blickpunkt. Angelika Tölke erforscht am DJI seit vielen Jahren das Zusammenwirken von Erwerbspartizipation, Berufskarriere und privater Lebensform - in den letzten Jahren vor allem in männlichen Biografien. Wir haben mit ihr über den Zusammenhang von beruflicher Laufbahn und Familiengründung gesprochen.

DJI-Online Gespräch Juli 2004: Peggy Szymenderski

Als Stipendiatin am DJI

Das Stipendien-Programm des DJI bietet WissenschaftlerInnen aus dem In- und Ausland Gelegenheit zur wissenschaftlichen Forschung in München.
Wir haben mit der ehemaligen Stipendiatin Peggy Szymenderski (25) aus Chemnitz gesprochen

 
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letzte Änderung: 07.02.2013 14:51

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