In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Präventionsstrategien in Deutschland für Kinder und Jugendliche vielfältig ausgebaut. Dabei wurde vorrangig auf pädagogische Angebote gesetzt.
Seit 1997 begleitet die Arbeitsstelle diese Entwicklung und informiert Praxis, Politik, Medien und Forschung über Konzepte und Handlungsstrategien der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Die in der Kinder- und Jugendhilfe, in den Schulen, in der Polizei und Justiz vorhandenen kriminalpräventiven Ansätze werden konzeptionell verglichen, auf ihre Voraussetzungen und Erfolgsbedingungen geprüft, ihre Zielgruppen und Zielsetzungen beschrieben und - soweit möglich - hinsichtlich ihrer Erfolge bewertet. Ziel ist die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Fachdebatte und Fachpraxis.
Die Arbeitsstelle versteht dabei Delinquenz im Kindes- und Jugendalter vor allem als pädagogische Aufgabe - nicht nur für die Kinder- und Jugendhilfe, sondern ebenso auch für die anderen zuständigen Institutionen wie Schule, Polizei und Justiz.