Neues Projekt in der Arbeitsstelle Im November 2011 ist das dreijährige empirische Forschungsvorhaben "Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere" gestartet. Unterstützt durch die neue Mitarbeiterin Jana Meier nimmt die Arbeitsstelle nicht nur Jugendliche als Adressaten von Jugendhilfe und Justiz in den Blick, sondern befragt auch deren Eltern sowie Fachkräfte der Jugendhilfe und der Justiz. Darüber hinaus werden fallbezogen Akten analysiert. Durch die Zusammenführung der verschiedenen Perspektiven werden die Karriereverläufe mit dem Ziel rekonstruiert, das institutionelle Handeln fachlich weiterzuentwickeln. |
Aktuelles Thema  Jugend, Neue Medien und Risiken – im Gespräch mit Thomas Günter, Justiziar bei der Jugendschutzstelle im Internet: jugendschutz.netMit der flächendeckenden Nutzung des Internets eröffnen sich gerade in Bezug auf junge Menschen besondere Gefahren und Risiken. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention hat kürzlich zu diesem Thema eine Recherche durchgeführt und ist dabei auch auf jugendschutz.net aufmerksam geworden. Mit Thomas Günter von jugendschutz.net spricht Dr. Diana Ziegleder von der Arbeitsstelle über aktuelle Herausforderungen.
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Mehrfach auffällige Kinder und Jugendliche/ "Intensivtäter" Mehrfach auffällige und belastete Kinder und Jugendliche – in anderen Kontexten auch als „Mehrfach- und Intensivtäter“ kategorisiert – sind Kristallisationspunkte für die öffentliche Diskussion und beschäftigen die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention als eine zentrale Herausforderung für die Kriminalitätsprävention in verschiedenen Projekten.
Anknüpfend an die Forschungsergebnisse des Modellprojektes „Kooperation im Fall von jugendlichen 'Mehrfach- und Intensivtätern'“ aus dem Jahr 2004 hat die Arbeitsstelle im Rahmen des Projektes „Polizeilich mehrfach auffällige Strafunmündige" die Kooperation zwischen Polizei und Jugendhilfe untersucht, um einen Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zu leisten.
Seit Oktober 2011 bearbeitet die Arbeitsstelle im Rahmen einer personellen Aufstockung das Thema „Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere“. In diesem empirischen Forschungsvorhaben werden gewalttätige Jugendliche als Adressaten von Jugendhilfe und Justiz in den Blick genommen. Das dreijährige Projekt widmet sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven. Zum einen werden qualitative Interviews mit den Jugendlichen selbst geführt, also mit den Adressaten der Jugendhilfe. Zum anderen werden aber auch die beteiligten Fachkräfte der Jugendhilfe und der Justiz sowie deren Eltern bzw. Personensorgeberechtigte in die Forschung mit einbezogen und Aktenanalysen durchgeführt. Zum Auftakt findet Ende Januar 2012 ein Expertenhearing statt.
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Delinquenzprävention in der Einwanderungsgesellschaft  Straffällige (männliche) Jugendliche mit Migrationshintergründen sind in den offiziellen Kriminalitätsstatistiken oft überrepräsentiert. Welche Rolle spielen diese Jugendlichen in der Jugendhilfe? Welche pädagogischen Strategien gibt es, sie zu erreichen – und, falls überhaupt, welche Bedeutung hat hier der Migrationshintergrund? Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention hat einmal genauer hingesehen und ist dabei auf ein schwieriges Arbeitsfeld mit vielen Fallstricken und Stolpersteinen gestoßen, wie in einem aktuellen Aufsatz in den DJI-Impulse nachzulesen ist: Straffällige Jugendliche mit Migrationshintergründen
Weitere Veröffentlichungen der Arbeitsstelle- Beitrag der Arbeitsstelle zum BMJ-Symposium 2008: Das Jugendkriminalrecht vor neuen Herausforderungen. Download
- Band 5 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle (2002): "Die mitgenommene Generation. Aussiedlerjugendliche - eine pädagogische Herausforderung für die Kriminalitätsprävention" (Abgabe kostenlos).
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Prävention — ein Konzept auf dem Prüfstand Programme zur Prävention von Delinquenz im Kindes- und Jugendalter haben sich etabliert. Im Bulletin des Deutschen Jugendinstituts "DJI-Impulse" zum Schwerpunktthema "Mythos Prävention" hat die Arbeitsstelle auf die Notwendigkeit einer fachgerechten und reflektierten Prävention aufmerksam gemacht.Zwischen Mogelpackung und Erfolgsmodell Über die Notwendigkeit einer fachgerechten und reflektierten Prävention |
Zahlen — Daten — Fakten Jugendgewalt Hier finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der Arbeitsstelle zu Gewalttaten, jugendlichen Tatverdächtigen, verurteilten Jugendlichen, verhängten Sanktionen, Verteilung nach Deliktgruppen etc. Stand: Dezember 2011.
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Jugendhilfe im Strafverfahren Wenn Jugendliche wegen einer Straftat angezeigt werden, kommt der Jugendhilfe im Strafverfahren/der Jugendgerichtshilfe nach § 52 SGB VIII und § 38 JGG eine zentrale Rolle zu. Die Jugendhilfe im Strafverfahren hat das Ziel, aus der Straffälligkeit erwachsende Risiken für die weitere Entwicklung der Jugendlichen zu vermeiden und mögliche künftige Straftaten zu verhindern. Damit ist die Jugendgerichtshilfe an der wichtigen Schnittstelle zu Polizei und Justiz angesiedelt. Gemeinsam mit dem Projekt "Jugendhilfe und sozialer Wandel" hat die Arbeitsstelle eine Online-Befragung aller Jugendhilfen im Strafverfahren in Deutschland durchgeführt.
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Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe  Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug?Gravierende Straftaten von Jugendlichen münden oftmals in die öffentliche Forderung, diese Jugendlichen "wegzusperren", auch wenn sie noch nicht strafmündig sind. Anlässlich der nun von Hanna Permien vorgelegten Publikation Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug? diskutieren Dr. Hanna Permien und Dr. Sabrina Hoops über aktuelle Fragen zum Thema. Zum Gespräch Liste der Jugendhilfe-Einrichtungen mit der Möglichkeit der Unterbringung nach § 1631b BGB
Literaturhinweis zum ThemaErziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug? (Permien 2010) "Mildere Maßnahmen sind nicht möglich!" (Hoops/Permien 2006).
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Strategien der Gewaltprävention Eine Zwischenbilanz in sechs HandlungsfeldernIm Jahr 2007 wurde im Auftrag der Regierungschefs der Länder unter Federführung der Arbeitsstelle ein ausführlicher Bericht zum Stand der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter in sechs Handlungsfeldern erstellt (Band 11 der Publikationsreihe - Abgabe kostenlos). Download
Publikationen zum Download |
| Weitere Informationen zum Inhalt des Bandes |
Amoklauf von Winnenden 11. März 2009: Ein 17-Jähriger erschießt mit der Waffe seines Vaters 15 Menschen und zum Schluss sich selbst. Ein bislang unauffälliger, junger Mann aus gut situiertem Umfeld in Deutschland läuft Amok. Eine Tat, die viele Menschen ratlos zurück lässt und einmal mehr bekannte Fragen aufwirft. Zu Amokläufen an Schulen, zu Opfern und Tätern, zur Bedeutung von Computerspielen, zu Problemlösungsansätzen und dem gesetzgeberischen Bedarf hat die Arbeitsstelle ein Positionspapier zusammengestellt. |
Evaluation 
Instrument: Logisches ModellEine zentrale Herausforderung zur Weiterentwicklung des Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention besteht in der Evaluation der Präventionsstrategien. Wenn Ergebnisse bewertet und Wirksamkeiten überprüft werden sollen, sind auch neue methodische Wege erforderlich. In einem Projektmodul hat die Arbeitsstelle das Instrument des Logischen Modells zur Evaluation kriminalpräventiver Projekte erprobt. Zentrale Ergebnisse.
Weitere Publikationen der Arbeitsstelle zur Evaluation in der Kriminalitätsprävention- Band 7 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluierte Kriminalitätsprävention in der Kinder- und Jugendhilfe. Erfahrungen und Ergebnisse aus fünf Modellprojekten" (Abgabe kostenlos).
- Band 9 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluation in der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Eine Dokumentation" (Abgabe kostenlos).
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Buchtipp Sabrina Hoops (2009) Was hilft bei Kinderdelinquenz? Familien als Experten
Der Band untersucht die Frage, unter welchen Bedingungen Kinder strafffälliges Verhalten aufgeben und wann eine dauerhafte Delinquenzkarriere wahrscheinlich ist. Im Fokus stehen das familiale Miteinander, die familialen Aushandlungen und Reflexionen aus der Perspektive der befragten Kinder und Eltern. Ausgeleuchtet werden Aspekte und Prozesse, welche die familiale Bearbeitung des Delinquenzverhaltens mitbestimmt haben und die als zentrale Schlüsselfaktoren in das Bearbeitungshandeln integriert wurden. Die Rolle der Peers wird dabei ebenso berücksichtigt wie der rechtlich-formelle Eintritt in das Strafmündigkeitsalter. Kontrastive Fallbeispiele eröffnen Einblicke in die komplexen Wirkungszusammenhänge der Delinquenzbearbeitung und machen auf externe Unterstützungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe aufmerksam.
Der Band ist im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-7799-1117-3 |
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bearbeitet von letzte Änderung: 31.01.2012 17:00
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