| In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Präventionsstrategien in Deutschland für Kinder und Jugendliche vielfältig ausgebaut. Dabei wurde vorrangig auf pädagogische Angebote gesetzt. Seit 1997 begleitet die Arbeitsstelle diese Entwicklung und informiert Praxis, Politik, Medien und Forschung über Konzepte und Handlungsstrategien der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Die in der Kinder- und Jugendhilfe, in den Schulen, in der Polizei und Justiz vorhandenen kriminalpräventiven Ansätze werden konzeptionell verglichen, auf ihre Voraussetzungen und Erfolgsbedingungen geprüft, ihre Zielgruppen und Zielsetzungen beschrieben und - soweit möglich - hinsichtlich ihrer Erfolge bewertet. Ziel ist die Weiterentwicklung und Qualifizierung der Fachdebatte und Fachpraxis. Die Arbeitsstelle versteht dabei Delinquenz im Kindes- und Jugendalter vor allem als pädagogische Aufgabe - nicht nur für die Kinder- und Jugendhilfe, sondern ebenso auch für die anderen zuständigen Institutionen wie Schule, Polizei und Justiz. |
Aktuelles Thema: "Problemjugendliche" – aus den Augen, aus dem Sinn? Ein- und Ausstiegsprozesse in Straßenszenen und Verdrängungsprozesse im öffentlichen Raum
 Dr. Sabrina Hoops von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention im Gespräch mit Karina Fernandez: Karina Fernandez ist seit November 2012 Stipendiatin am Deutschen Jugendinstitut. Hier verfolgt sie das Thema „Verlaufsprozesse von Straßenkarrieren“, das sie seit vielen Jahren bearbeitet und nun im Rahmen einer ethnografischen Studie für ihre Dissertation an der Universität Graz, FB Soziologie zum Abschluss bringen wird. Damit greift die Soziologin aus Österreich ein Forschungsthema auf, das am DJI eine lange Tradition hat. Das Gespräch fokussiert die Forschungsarbeiten von Karina Fernandez und beleuchtet aktuelle fachpolitische Diskurse und zentrale Herausforderungen.
Zum Gespräch
Themenarchiv |
Jugendliche im WWW – Eine Herausforderung für die Kriminalitätsprävention?  Das Internet eröffnet nicht nur viele Möglichkeiten, sondern birgt gerade für junge Menschen Risiken, sowohl Opfer einer Straftat zu werden, als auch selbst gegen Strafnormen zu verstoßen. Stellen sich hier neue Herausforderungen für die Prävention von Delinquenz im Kindes- und Jugendalter? Auf der Basis einer Recherche einschlägiger empirischer Studien wird diese Frage in einem Aufsatz von Dr. Diana Willems diskutiert.
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| Ausgewählte Links zum Themenfeld |
"Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere"  Seit Oktober 2011 führen Jana Meier und Anke Petrat das empirische Forschungsprojekt "Jugendliche Gewalttäter zwischen Jugendhilfe- und krimineller Karriere", das an die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention angedockt ist, durch. Im Mittelpunkt des Projekts stehen gewalttätige Jugendliche als Adressaten von Jugendhilfe und Justiz. Das dreijährige Projekt widmet sich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven.
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Delinquenzprävention in der Einwanderungsgesellschaft  Straffällige (männliche) Jugendliche mit Migrationshintergründen sind in den offiziellen Kriminalitätsstatistiken oft überrepräsentiert. Welche Rolle spielen diese Jugendlichen in der Jugendhilfe? Welche pädagogischen Strategien gibt es, sie zu erreichen – und, falls überhaupt, welche Bedeutung hat hier der Migrationshintergrund? Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention hat einmal genauer hingesehen und ist dabei auf ein schwieriges Arbeitsfeld mit vielen Fallstricken und Stolpersteinen gestoßen, wie in einem aktuellen Aufsatz in den DJI-Impulse nachzulesen ist: Straffällige Jugendliche mit Migrationshintergründen
Weitere Veröffentlichungen der Arbeitsstelle- Beitrag der Arbeitsstelle zum BMJ-Symposium 2008: Das Jugendkriminalrecht vor neuen Herausforderungen. Download
- Band 5 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle (2002): "Die mitgenommene Generation. Aussiedlerjugendliche - eine pädagogische Herausforderung für die Kriminalitätsprävention" (Abgabe kostenlos).
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Mehrfach auffällige Kinder und Jugendliche/ Institutionen übergreifende Kooperation Mehrfach auffällige und belastete Kinder und Jugendliche – in anderen Kontexten auch als „Mehrfach- und Intensivtäter“ kategorisiert – sind Kristallisationspunkte für die öffentliche Diskussion. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention hat mit Blick auf diese zentrale Herausforderung für die Kriminalitätsprävention im Rahmen des Modellprojektes „Kooperation im Fall von jugendlichen 'Mehrfach- und Intensivtätern'“ (2004) und des Projektes „Polizeilich mehrfach auffällige Strafunmündige" Kooperationsstrukturen untersucht, um einen Beitrag zur fachlichen Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zu leisten.
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Delinquenz im Jugendalter - Ein Indikator für Gefährdung? … Dieser Frage gehen Dr. Sabrina Hoops und Bernd Holthusen in einem Beitrag im neuen Heft der IzKK-Nachrichten nach, das dem Themenschwerpunkt Gefährdungen im Jugendalter gewidmet ist. Häufig wird in den aktuellen Diskussionen zu Kindeswohlgefährdungen übersehen, dass sich die Frage der Gefährdung auch im Jugendalter stellt. Mögliche Gefährdungen können unter anderem durch Delinquenz entstehen. Die Jugendhilfe ist auch aus diesem Grund gefordert.
Zum Beitrag |
Zahlen — Daten — Fakten Jugendgewalt Hier finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der Arbeitsstelle zu Gewalttaten, jugendlichen Tatverdächtigen, verurteilten Jugendlichen, verhängten Sanktionen, Verteilung nach Deliktgruppen etc. Stand: April 2013. |
Prävention — ein Konzept auf dem Prüfstand Programme zur Prävention von Delinquenz im Kindes- und Jugendalter haben sich etabliert. Im Bulletin des Deutschen Jugendinstituts "DJI-Impulse" zum Schwerpunktthema "Mythos Prävention" hat die Arbeitsstelle auf die Notwendigkeit einer fachgerechten und reflektierten Prävention aufmerksam gemacht.Zwischen Mogelpackung und Erfolgsmodell Über die Notwendigkeit einer fachgerechten und reflektierten Prävention |
Jugendhilfe im Strafverfahren Wenn Jugendliche wegen einer Straftat angezeigt werden, kommt der Jugendhilfe im Strafverfahren/der Jugendgerichtshilfe nach § 52 SGB VIII und § 38 JGG eine zentrale Rolle zu. Die Jugendhilfe im Strafverfahren hat das Ziel, aus der Straffälligkeit erwachsende Risiken für die weitere Entwicklung der Jugendlichen zu vermeiden und mögliche künftige Straftaten zu verhindern. Damit ist die Jugendgerichtshilfe an der wichtigen Schnittstelle zu Polizei und Justiz angesiedelt. Gemeinsam mit dem Projekt "Jugendhilfe und sozialer Wandel" hat die Arbeitsstelle eine Online-Befragung aller Jugendhilfen im Strafverfahren in Deutschland durchgeführt.
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Freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe  Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug?Gravierende Straftaten von Jugendlichen münden oftmals in die öffentliche Forderung, diese Jugendlichen "wegzusperren", auch wenn sie noch nicht strafmündig sind. Dr. Hanna Permien und Dr. Sabrina Hoops diskutieren über aktuelle Fragen zum Thema. Zum Gespräch Liste der Jugendhilfe-Einrichtungen mit der Möglichkeit der Unterbringung nach § 1631b BGB
(Stand: April 2013)
Literaturhinweis zum ThemaErziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug? (Permien 2010) "Mildere Maßnahmen sind nicht möglich!" (Hoops/Permien 2006).
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Strategien der Gewaltprävention Eine Zwischenbilanz in sechs HandlungsfeldernIm Jahr 2007 wurde im Auftrag der Regierungschefs der Länder unter Federführung der Arbeitsstelle ein ausführlicher Bericht zum Stand der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter in sechs Handlungsfeldern erstellt (Band 11 der Publikationsreihe - Abgabe kostenlos). Download
Publikationen zum Download |
| Weitere Informationen zum Inhalt des Bandes |
Amoklauf von Winnenden 11. März 2009: Ein 17-Jähriger erschießt mit der Waffe seines Vaters 15 Menschen und zum Schluss sich selbst. Ein bislang unauffälliger, junger Mann aus gut situiertem Umfeld in Deutschland läuft Amok. Eine Tat, die viele Menschen ratlos zurück lässt und einmal mehr bekannte Fragen aufwirft. Zu Amokläufen an Schulen, zu Opfern und Tätern, zur Bedeutung von Computerspielen, zu Problemlösungsansätzen und dem gesetzgeberischen Bedarf hat die Arbeitsstelle ein Positionspapier zusammengestellt. |
Evaluation 
Instrument: Logisches ModellEine zentrale Herausforderung zur Weiterentwicklung des Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention besteht in der Evaluation der Präventionsstrategien. Wenn Ergebnisse bewertet und Wirksamkeiten überprüft werden sollen, sind auch neue methodische Wege erforderlich. In einem Projektmodul hat die Arbeitsstelle das Instrument des Logischen Modells zur Evaluation kriminalpräventiver Projekte erprobt. Zentrale Ergebnisse.
Weitere Publikationen der Arbeitsstelle zur Evaluation in der Kriminalitätsprävention- Band 7 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluierte Kriminalitätsprävention in der Kinder- und Jugendhilfe. Erfahrungen und Ergebnisse aus fünf Modellprojekten" (Abgabe kostenlos).
- Band 9 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle: "Evaluation in der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Eine Dokumentation" (Abgabe kostenlos).
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Buchtipp Sabrina Hoops (2009) Was hilft bei Kinderdelinquenz? Familien als Experten
Der Band untersucht die Frage, unter welchen Bedingungen Kinder strafffälliges Verhalten aufgeben und wann eine dauerhafte Delinquenzkarriere wahrscheinlich ist. Im Fokus stehen das familiale Miteinander, die familialen Aushandlungen und Reflexionen aus der Perspektive der befragten Kinder und Eltern. Ausgeleuchtet werden Aspekte und Prozesse, welche die familiale Bearbeitung des Delinquenzverhaltens mitbestimmt haben und die als zentrale Schlüsselfaktoren in das Bearbeitungshandeln integriert wurden. Die Rolle der Peers wird dabei ebenso berücksichtigt wie der rechtlich-formelle Eintritt in das Strafmündigkeitsalter. Kontrastive Fallbeispiele eröffnen Einblicke in die komplexen Wirkungszusammenhänge der Delinquenzbearbeitung und machen auf externe Unterstützungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe aufmerksam.
Der Band ist im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-7799-1117-3 |
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bearbeitet von letzte Änderung: 14.05.2013 9:35
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