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Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention

Laufzeit: 01.07.1997 - 30.06.2012

In den letzten zwei Jahrzehnten wurden die Prävententionsstrategien in Deutschland für Kinder und Jugendliche vielfältig ausgebaut. Dabei wurde vorrangig auf pädagogische Angebote gesetzt.

Seit 1997 begleitet die Arbeitsstelle diese Entwicklung und informiert Praxis, Politik, Medien und Forschung über Konzepte und Handlungsstrategien der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention. Die in der Kinder- und Jugendhilfe, in den Schulen, in der Polizei und Justiz vorhandenen kriminalpräventiven Ansätze werden konzeptionell verglichen, auf ihre Voraussetzungen und Erfolgsbedingungen geprüft, ihre Zielgruppen und Zielsetzungen beschrieben und - soweit möglich - hinsichtlich ihrer Erfolge bewertet. Ziel ist die Weiterentwidklung und Qualifizierung der Fachdebatte und Fachpraxis.

Die Arbeitsstelle versteht dabei Delinquenz im Kindes- und Jugendalter vor allem als pädagogische Aufgabe - nicht nur für die Kinder- und Jugendhilfe, sondern ebenso auch für die anderen zuständigen Institutionen wie Schule, Polizei und Justiz.
DJI-Projekt - Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention

Aktuelles Thema

Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug?

Gravierende Straftaten von Jugendlichen münden oftmals in die öffentliche Forderung, diese Jugendlichen "wegzusperren", auch wenn sie noch nicht strafmündig sind. Anlässlich der nun von Hanna Permien vorgelegten Publikation Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug? diskutieren Dr. Hanna Permien und Dr. Sabrina Hoops über aktuelle Fragen zum Thema.

Zum Gespräch

Literaturhinweis zum Thema

Erziehung zur Freiheit durch Freiheitsentzug? (Permien 2010)
"Mildere Maßnahmen sind nicht möglich!" (Hoops/Permien 2006).

Das Projektmodul "Logische Modelle" auf dem Deutschen Präventionstag in Berlin

Am 11. Mai 2010 präsentierte sich das Projektmodul auf dem
15. Deutschen Präventionstag in Berlin im Rahmen des Projektspots Logische Modelle in der Delinquenzprävention

Zahlen - Daten - Fakten

Jugendgewalt

Hier finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der Arbeitsstelle zu Gewalttaten, jugendlichen Tatverdächtigen, verurteilten Jugendlichen, verhängten Sanktionen, Verteilung nach Deliktgruppen etc.

Jugendgerichtshilfeb@rometer 2009

Bundesweite Online-Befragung der Jugendhilfen im Strafverfahren/ Jugendgerichtshilfen

Die Erhebungsphase des Jugendgerichtshilfeb@rometers 2009 ist abgeschlossen - die Daten werden zur Zeit anonymisiert ausgewertet.
Wie ist die Jugendgerichtshilfe/die Jugendhilfe im Strafverfahren organisiert?
In welche Richtung(en) entwickelt sie sich?
Welche Probleme bestehen?
Und vor allem:
Welche Erfahrungen werden in der Kooperation mit der Justiz gemacht?

Delinquenzprävention in der Einwanderungsgesellschaft

Immer mehr Kinder in Deutschland haben einen Migrationshintergrund. Da die Kriminalitätsprävention dies noch nicht ausreichend berücksichtigt, hat die Arbeitsstelle mit empirischen Arbeiten für einen Band begonnen, der sich mit den Herausforderungen der Kriminalitätsprävention in der Einwanderungsgesellschaft befassen wird. Erscheinungstermin: Ende 2010.


Literaturhinweis zum Thema

  • Beitrag der Arbeitsstelle zum BMJ-Symposium 2008: Das Jugendkriminalrecht vor neuen Herausforderungen. Download
  • Band 5 der Publikationsreihe der Arbeitsstelle (2002): "Die mitgenommene Generation. Aussiedlerjugendliche - eine pädagogische Herausforderung für die Kriminalitätsprävention" (Abgabe kostenlos).

Jugendliche Mehrfach- und Intensivtäter

Strafunmündige und jugendliche „Mehrfach- und Intensivtäter“ sind Kristallisationspunkte für die öffentliche Diskussion. Hier ist die Kriminalitätsprävention besonders gefordert.
Anknüpfend an Forschungsergebnisse aus dem Jahr 2004 untersucht die Arbeitsstelle zur Zeit im Projekt "Polizeilich mehrfach auffällige Strafünmündige" Verbesserungsmöglichkeiten in den Kooperationsstrukturen zwischen Jugendhilfe und Polizei.

Strategien der Gewaltprävention

Eine Zwischenbilanz in sechs Handlungsfeldern

Im Jahr 2007 wurde im Auftrag der Regierungschefs der Länder unter Federführung der Arbeitsstelle ein ausführlicher Bericht zum Stand der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter in sechs Handlungsfeldern erstellt (Band 11 der Publikationsreihe - Abgabe kostenlos).
Download


Publikationen zum Download

Amoklauf von Winnenden

11. März 2009: Ein 17-Jähriger erschießt mit der Waffe seines Vaters 15 Menschen und zum Schluss sich selbst. Ein bislang unauffälliger, junger Mann aus gut situiertem Umfeld in Deutschland läuft Amok. Eine Tat, die viele Menschen ratlos zurück lässt und einmal mehr bekannte Fragen aufwirft.
Zu Amokläufen an Schulen, zu Opfern und Tätern, zur Bedeutung von Computerspielen, zu Problemlösungsansätzen und dem gesetzgeberischen Bedarf hat die Arbeitsstelle ein Positionspapier zusammengestellt.

Evaluation

Logische Modelle

Eine zentrale Herausforderungen zur Weiterentwicklung des heterogenen Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention besteht in der Evaluation der Präventionsstrategien. Wenn Ergebnisse bewertet und Wirksamkeiten überprüft werden sollen, sind neue methodische Wege erforderlich. Diese geht die Arbeitsstelle in einem eigenen Projektmodul.

Buchtipp

Sabrina Hoops (2009)
Was hilft bei Kinderdelinquenz?
Familien als Experten
Der Band untersucht die Frage, unter welchen Bedingungen Kinder strafffälliges Verhalten aufgeben und wann eine dauerhafte Delinquenzkarriere wahrscheinlich ist.
Im Fokus stehen das familiale Miteinander, die familialen Aushandlungen und Reflexionen aus der Perspektive der befragten Kinder und Eltern.
Ausgeleuchtet werden Aspekte und Prozesse, welche die familiale Bearbeitung des Delinquenzverhaltens mitbestimmt haben und die als zentrale Schlüsselfaktoren in das Bearbeitungshandeln integriert wurden. Die Rolle der Peers wird dabei ebenso berücksichtigt wie der rechtlich-formelle Eintritt in das Strafmündigkeitsalter.
Kontrastive Fallbeispiele eröffnen Einblicke in die komplexen Wirkungszusammenhänge der Delinquenzbearbeitung und machen auf externe Unterstützungsbedarfe und Handlungsmöglichkeiten der Jugendhilfe aufmerksam.

Der Band ist im Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-7799-1117-3
 
bearbeitet von
letzte Änderung: 14.07.2010 17:29

Rechtliche Hinweise

Kontakt

Arbeitsstelle Kinder- und Jugendkriminalitätsprävention
www.dji.de/jugendkriminalitaet

Gabriele Heins
Deutsches Jugendinstitut
Nockherstr. 2
81541 München
E-Mail:
Tel.: (0 89) 6 23 06 - 195
Fax: (0 89) 6 23 06 - 162

MitarbeiterInnen

Aktuelles

Vorstellung der Ergebnisse...

des Jugendgerichtshilfeb@rometers auf dem 28. Deutschen Jugendgerichtstag in Münster im September 2010

Veröffentlichungen der Arbeitsstelle

Publikationsreihe der Arbeitsstelle - Abgabe kostenlos

Expertisen zu jungenspezifischen Ansätzen in der Gewaltprävention - Downloads

Weitere Veröffentlichungen der Arbeitsstelle

Projekte der Arbeitsstelle

Das Logische Modell in der Kriminalitätsprävention
Abgeschlossen
Wissenschaftliche Begleitung 'Wir kümmern uns selbst'
Modellprojekt: Kooperation bei Intensivtätern
Gefördert durch: Bundesministerium für Famile, Senioren, Frauen und Jugend
Forschungsprojekte des BMFSFJ zur Gewalt- und Kriminalitätsprävention

Information über Neuerscheinungen

DJI-Projekte im Themenfeld