1) Wieweit kooperieren allgemein bildende Schulen in Deutschland mit anderen Einrichtungen und Personen? 2) Welche Auswirkungen haben diese Kooperationen auf das schulische Leben und den schulischen Unterricht?
Forschungsanlage
Das Projekt gliedert sich in vier aufeinander folgende und aufeinander aufbauende Untersuchungsschritte:
1)Eine Umfrage bei den Kultusministerien der Länder zu aktuellen Regelungen und Maßnahmen hinsichtlich der Kooperation allgemein bildender Schulen mit anderen Einrichtungen und Personen
2)Eine bundesweite repräsentative Befragung von Schulleitern allgemein bildender Schulen zum heutigen Stand der Kooperation mit anderen Einrichtungen und Personen
3) Eine Befragung der von den Schulen genannten Kooperationspartner zur Kooperation mit allgemein bildenden Schulen
4)Eine qualitative Untersuchung einer Auswahl von Schulen zu Auswirkungen der Kooperationen auf das schulische Leben und den schulischen Unterricht (Befragung von Schulleiter, Lehrer, Eltern, Schülergruppen)
Kooperationspartner "Schule-Wirtschaft/Arbeitsleben" weiter
Lipski,Jens Lernen außerhalb der Schule - Modell für eine künftige Lernkultur? In welcher Weise kooperieren Einrichtungen und Personen mit Schulen? Was lernen Kinder in ihrer Freizeit? Was lernen Kinder in ihrer Freizeit? Dieser Frage hatte sich das Projekt "Lebenswelten als Lernwelten" angenommen. Im Artikel werden erste Ergebnisse dieses Projekts dargestellt, und am Ende werden Schlußfolgerungen hinsichtlich der Bedingungen einer künftigen Lernkultur gezogen. Es wird auch darauf verwiesen, daß die Diskussion um eine künftige Lernkultur auch eine Diskussion um das Konzept moderner Kindheit (= weitgehende Exklusion von Arbeitswelt) einschließen muß. Fortsetzung 2001 Das Forschungsjahr 2000 3-6 Deutsches Jugendinstitut e.V. München DJI
Lipski,Jens Kindern eine Stimme geben Erfahrungen mit sozialwissenschaftlichen Kinderbefragungen Ausgehend von der zunehmenden Verbreitung sozialwissenschaftlicher Kinderbefragungen ,die als logische Konsequenz der neueren Entdeckung des Kindes als gesellschaftliches Subjekt erscheint, werden zunächst die in der vorliegenden Literatur genannten Voraussetzungen für die Durchführung dieser Form der Kinderbefragung aufgelistet. Es schließt ein Erfahrungsbericht über Kinderbefragungen im Rahmen von Forschungsprojekten des Deutschen Jugendinstituts (DJI) an. Mögliche Vor- und Nachteile der einzelnen Verfahren sind abschließend in einer Tabelle zusammengefaßt. Fortsetzung 1998 Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie 18 4 403-422 Juventa Verlag Weinheim
Lipski,Jens Zur Verläßlichkeit der Angaben von Kindern bei standardisierten Befragungen Während es noch bis in die siebziger Jahre gängige Praxis war, Eltern zu befragen, wenn man etwas über Kinder wissen wollte,wurden in den letzten Jahren immer häufiger die Kinder selbst zu Adressaten sozialwissenschaftlicher Befragungen. Die Qualität der Daten bei standardisierten Kinderbefragungen stand dabei von Anfang an im Mittelpunkt des Interesses. In dem Artikel werden die vorliegenden empirischen Prüfungen der Verläßlichkeit von Kinderangaben aufgeführt, die in der Regel aus dem Vergleich von Kinderangaben und Elternangaben zu sozialstatistischen Merkmalen (wie z.B. Alter der Eltern, Beruf der Eltern, Geschwisterzahl)bestanden. Der Artikel kommt zu dem Schluß, daß es sicherlich einen Unterschied zwischen Kinder- und Erwachsenenbefragungen gibt, als hinsichtlich der Auswahl der Inhalte, der Frageformulierungen und des konkreten Befragungskontextes altersspezifische Voraussetzungen zu beachten sind. Es gibt aber keinen Hinweis aus der vorliegenden Forschung, daß bei Beachtung dieser altersspezifischen Voraussetzungen Kinder im Vergleich zu Erwachsenen unzuverlässigere Informanten sind. Fortsetzung 2000 Methoden der Kindheitsforschung 77-86 Juventa Weinheim/München
Lipski,Jens Freizeiträume ostdeutscher Schulkinder Ausgangspunkt der empirischen Untersuchung war die Frage nach spezifisch ostdeutschen Entwicklungen der Freizeitsituation 8-bis 12jähriger Schulkinder nach der Wende. Als zentrales Ergebnis wird in dem Artikel festgehalten, daß hinsichtlich der Nutzung von Freizeiträumen keine wesentlichen Unterschiede zwischen ost- und westdeutschen Schulkindern bestehen. Lediglich bei der Palette der besuchten institutionellen Angebote und in der geschlechtsspezifischen Nutzung des öffentlichen Raums waren Unterschiede zu beobachten. Insgesamt konnten wie schon bei der Vorgängerstudie im Westen die für moderne Kindheit postulierten Tendenzen zur Verinselung, Verhäuslichung und Verplanung nur ansatzweise festgestellt werden. Zum Schluß geht der Artikel noch auf die sozialisatorische Bedeutung kindlicher Lebensräume ein. Fortsetzung 1996 Zeitschrift für Sozialisationsforschung und Erziehungssoziologie 16 4 353-371 Juventa Verlag Weinheim
Lipski,Jens Was können wir von Japan lernen? Ein Plädoyer für die Öffnung der Schule zur Freizeitwelt Japan hatte 1993 mit einer großen Bildungsreform in der Schule begonnen ,war darin aber nicht sehr erfolgreich. Nach wie vor spielen bei der Entwicklung der Kinder vielfältige außerschulische Aktivitäten eine große Rolle. Das in diesen "Interessen" steckende Potential sollte stärker in das allgemeine Bildungsverständnis einbezogen werden, damit sich Bildung in einem ganzheitlichen "Person-Umwelt-Verhältnis" entfalten kann. Fortsetzung 1998 Die Deutsche Schule 90 362-368 Juventa Verlag Weinheim
Lipski, Jens; Kellermann, Doris Hausaufgabenbetreuung Außerschulische Einrichtungen im Spannungsfeld zwischen Schulergänzung und Freizeitpädagogik Im Unterschied zu den meisten europäischen Ländern gibt es in Deutschland traditionell die Halbtagsschule, doch reicht deren Einfluß über die Vergabe von Hausaufgaben weit in die Freizeit von Kindern und Jugendlichen hinein. Aus dem Inhalt: Hausaufgabenpraxis in außerschulischen Einrichtungen;Unterstützung bei der Hausaufgabenerledigung;Formen der Unterstützung in den außerschulischen Einrichtungen;Meinungen und Einstellungen von Erzieherinnen und Eltern;Erwartungen der Eltern;Aufgabenverständnis der Erzieherinnen;Zusammenfassung und Diskussion Fortsetzung 1999-00-00 Kevin lieber im Hort oder zu Hause? 55-66 Deutsches Jugendinstitut München
Lipski, Jens; Kellermann, Doris Deutsches Jugendinstitut, Projekt "Schule und soziale Netzwerke" Schule und soziale Netzwerke Erste Ergebnisse der Befragung von Schulleitern zur Zusammenarbeit allgemein bildender Schulen mit anderen Einrichtungen und Personen Erste Ergebnisse der Befragung von Schulleitern allgemein bildender Schulen werden vorgestellt. Themen und Inhalte sind: Nutzung des Internet an allgemein bildenden Schulen; Kooperation der Schulen mit schulunterstützenden Diensten; Kooperation mit Einrichtungen und Betrieben in der Kommune; Kooperation mit anderen Schulen; Kooperation mit Sponsoren und Fördervereinen; Kooperation mit Eltern; Kooperation mit Schülerinnen und Schülern; Kooperation mit sonstigen (Privat-)Personen; wichtigste Kooperationspartner der Schulen; Profil und Programm der befragten Schulen 2002-00-00 11 Deutsches Jugendinstitut München
Lipski, Jens Freizeit der Kinder - verplant oder selbstorganisiert? Da in Deutschland fast alle Kinder die Halbtagsschule besuchen - nur sehr wenige Kinder gehen zur Zeit in Ganztagsschulen -, steht ihnen der Nachmittag zur freien Verfügung. Im Unterschied zu Kindern in anderen europäischen Ländern haben deutsche Kinder somit die Möglichkeit, den Nachmittag nach ihren eigenen Interessen zu gestalten. In den letzten Jahren sind nun Tendenzen zu beobachten, die zu einer Einschränkung bzw. sogar weitgehenden Beseitigung der Selbstorganisation der Freizeit durch Kinder führen könnten. Den größten Eingriff in die schon viele Jahrzehnte bestehende Freizeitkultur der Kinder würde ohne Zweifel die immer breiter geforderte Einführung der Ganztagsschule bedeuten. Wissenschaftliche Untersuchungen legen dagegen den Schluß nahe, daß die Freizeit für die individuelle und soziale Entwicklung der Kinder ein unerläßliches Lernfeld darstellt. Natürlich heißt Selbstbildung von Kindern in der Freizeit keinesfalls, daß Staat und Gesellschaft aus ihrer Verantwortung für die Herstellung gleicher Chancen entlassen sind und alles dem Markt überlassen werden kann. Die Aufgabe des Staates und anderer gesellschaftlicher Kräfte besteht darin, besonders denjenigen Kindern Möglichkeiten zur Befriedigung ihres Wissensbedarfs zu verschaffen, die auf Grund ihrer sozialen Ausgangslage nur geringe Chancen dazu hätten. Offene "Lernservice-Zentren", "Bildungsbörsen", "Wissensbörsen" usw. sind daher vornehmlich in sozial belasteten Milieus und auch für Kinder als mögliche Kunden einzurichten. 2001 KJuG 46 108-110
Lipski, Jens Lernen in der Wissensgesellschaft - individualisiert und selbstgesteuert? In der Wissensgesellschaft wird sich aller Voraussicht nach der Trend zum individualisierten und selbstgesteuerten Lernen weiter verstärken. Damit wird auch die stärkere Nutzung eines breiten Spektrums an Bildungsangeboten und Lernorten einhergehen. Privatwirtschaftliche Bildungsangebote und informelle Lernorte werden zunehmend an Bedeutung gewinnen. Es ist nicht auszuschließen, daß am Ende dieser Entwicklung jeder ein "Bildungsunternehmer" sein wird, der für die Kosten seiner (Aus-)Bildung selbst aufkommen muß und daß der Staat seine Rolle auf die Gewährung finanzieller "Bildungshilfe" im Bedarfsfall beschränkt. 2001 Journal Arbeit 1 2 18-19
Behr-Heintze, Andrea; Lipski, Jens Deutsches Jugendinstitut, Projekt "; Schule und soziale Netzwerke" Schule und soziale Netzwerke Erste Ergebnisse der Befragung von Kooperationspartnern allgemein bildender Schulen. In welcher Weise kooperieren Einrichtungen und Personen mit Schulen? Zu dieser Frage wurden 1010 Kooperationspartner allgemein bildender Schulen in der Bundesrepublik befragt. In der Broschüre finden Sie erste Ergebnisse zu folgenden Themen: Typen der Kooperationspartner; Entwicklung und Form der Zusammenarbeit mit Schulen; Zusammenarbeit mit Schulleitern; Zusammenarbeit mit Lehrern; Zusammenarbeit mit anderen an der Schule angestellten Personen; Zusammenarbeit mit Schülern; Beurteilung und Weiterentwicklung der Zusammenarbeit mit Schulen. 2003-00-00 12 DJI München
Lipski, Jens Was beschäftigt Kinder, worüber denken sie nach? Zu Themen und zur Identifikation der Kinder Was sind die Themen der Kinder? Mit welchen Fragen befassen sie sich hauptsächlich? Welchen Lebensbereichen gilt ihre besondere Aufmerksamkeit? Diesen Fragen geht der Artikel an Hand der Daten nach, die bei einer Befragung von über 1700 10- bis 13jährigen Kindern in der Bundesrepublik erhoben wurden.Zunächst werden die zentralen Themen der Kinder aufgelistet. Sodann wird der Frage nachgegangen, inwieweit zwischen den thematischen Schwerpunkten der Kinder und ihren wichtigsten Beschäftigungen und ihren Berufsvorstellungen ein Zusammenhang besteht. Schließlich wird aufgezeigt, wieweit Kinder sich mit bestimmten Idolen und Subkulturen identifizieren. 2002 In der Freizeit für das Leben lernen. Eine Studie zu den Interessen von Schulkindern 77-94 DJI Verlag München Furtner-Kallmünzer, Maria;Hössl,Alfred;Janke,Dirk;Kellermann,Doris;Lipski,Jens
Lipski, Jens Schule und interessegeleitetes Lernen Wieweit ist ein Lernen nach eigenen Interessen in der Schule möglich? Lebenslanges Lernen in eigener Verantwortung bedeutet, daß es dem Einzelnen überlassen bleibt, was, wie,wo und wann er lernt. Die Forderung nach mehr selbstgesteuertem Lernen in der Schule bezieht sich bisher lediglich auf das "Wie", nicht aber auf das "Was" des Lernens. Auch die Ergebnisse einer Befragung von 10-bis 13jährigen Kindern zum Lernen in Freizeit und Schule legen die Vermutung nahe, dass eigenständiges Lernen im Rahmen der augenblicklichen Schulorganisation sich im Wesentlichen auf die selbständige Erledigung vorgegebener Aufgaben beschränkt, und das selbständige Management der Lernziele und Lerninhalte bisher kaum berücksichtigt.Zwischen den geistigen wie praktischen Freizeitinteressen der Kinder und ihren schulischen Lernaktivitäten besteht nach den Ergebnissen der Befragung kaum ein Zusammenhang. Andererseits haben die Lehrer offenbar kaum einen Einfluß auf die Freizeitinteressen der Kinder. Von wenigen Ausnahmen abgesehen stellten die befragten Kinder auch keine Verbindung zwischen schulischem Unterricht und ihren Berufsvorstellungen her. Die Hausaufgaben- traditionell als Raum für Eigenaktivitäten definiert - werden eher als fremdgesetzte Aufgaben denn als eigene Sache begriffen. 2002 In der Freizeit für das Leben lernen.Eine Studie zu den Interessen von Schulkindern 113-124 DJI Verlag München Furtner-Kallmünzer, Maria; Hössl, Alfred;Janke, Dirk;Kellermann,Doris;Lipski,Jens
Behr-Heintze, A.; Lipski, J. Schule und soziale Netzwerke Schule und soziale Netzwerke, Zentrale Befunde und Empfehlungen Eine Zusammenfassung des Schlussberichtes Eine Zusammenfassung der zentralen Befunde und Empfehlungen aus dem Abschlussbericht. 2004-00-00 51 DJI München
Behr-Heintze, Andrea; Lipski, Jens Schulkooperationen Stand und Perspektiven der Zusammenarbeit zwischen Schulen und ihren Partnern. Ein Forschungsbericht des DJI Zum ersten Mal wurde eine repräsentative Befragung zum Stand der Kooperationen allgemein bildender Schulen mit außerschulischen Akteuren durchgeführt. Bundesweit wurden über 5000 Leiterinnen und Leiter allgemein bildender Schulen und über 1000 Kooperationspartner dieser Schulen befragt. Daneben wurden an 24 ausgewählten Schulen mit Schulleitern, Lehrkräften, Eltern und Schülerinnen und Schülern intensive Gespräche zu den Auswirkungen dieser Kooperationen auf die schulische Arbeit geführt. Das Autorenteam schildert am Beispiel der Zusammenarbeit mit Betrieben, anderen Schulen, der Schulsozialarbeit sowie am Beispiel der Nutzung des Internet detailliert die damit einhergehenden Erweiterungen der Handlungs- und Lernmöglichkeiten von Schülerinnen und Schülern. So bilanziert die Publikation den aktuellen Stand und gibt Schulleiterinnen und Schulleitern, Lehrkräften und Kooperationspartnern Hinweise auf mögliche Handlungsalternativen und Perspektiven. Im Hinblick auf Ganztagsschulen sind dabei die Aussagen zu Möglichkeiten und Grenzen der Entwicklung einer neuen Lernkultur durch Kooperation mit außerschulischen Akteuren von besonderem Interesse. 2005-00-00 188 Wochenschau-Verlag Schwalbach/Ts.
Behr-Heintze, A.; Lipski, J. Schule und soziale Netzwerke Materialband zum Schlussbericht "Schule und soziale Netzwerke" 2004-00-00 DJI München
Teuber, R. Deutsches Jugendinstitut, Projekt "; Schule und soziale Netzwerke" Gesetzliche Grundlagen der Kooperation allgemein bildender Schulen mit anderen Einrichtungen und Personen Das vorliegende Gutachten befasst sich mit der Frage, was die Rechtsordnung von der Schule bei der Zusammenarbeit mit Institutionen und Personen erwartet und in welchen rechtlichen Kontext das pädagogische Handeln der Lehrerinnen und Lehrer sowie der anderen Akteure eingebettet ist. Im Vordergrund der Untersuchung stehen die schulgesetzlichen Regelungen aller Bundesländer sowie allgemeine ergänzende Richtlinien, die die Zusammenarbeit der Schulen unterstützen und definieren. Zur Unterstützung von Zusammenarbeitsformen haben die Bundesländer eine Vielzahl von Förderrichtlinien zu speziellen Bereichen erlassen. Da es sich bei Förderrichtlinien in der Regel um zeitlich befristete Grundlagen für eingegrenzte Projekte handelt, auf die nicht alle Beteiligte zugreifen können, werden sie in dem vorliegenden Gutachten nicht erfasst. Die Darstellung der aufgeführten allgemeingültigen Verordnungen, Erlasse und Richtlinien dient der Übersicht über die Reichweite der Regelungen zur Zusammenarbeit von Schulen mit anderen Einrichtungen und Personen. 2004-00-00 86 DJI München
Lipski, Jens Schools and their social networks: quantitative findings of a Germany–wide project 2004-00-00 Research in Progress. Selected Studies of the German Youth Institute 1 242 - 249 DJI Verlag München Sibylle Hübner–Funk
Lipski, Jens Kooperation von Schulen mit außerschulischen Akteuren - Chancen für eine neue Lernkultur 2005-00-00 Bulletin 71 4-7