Bis in die 1960er Jahre war die Gesellschaft gekennzeichnet durch ein relativ stabiles Verhältnis von Familie und Erwerbsarbeit mit zwei streng voneinander getrennten Sphären mit klaren geschlechtsspezifischen Zuweisungen. Zunehmend zeigen sich in diesem Verhältnis vielfältige Wandlungsprozesse, die als ein Durchlässigwerden von Grenzen zwischen Arbeit und Leben oder Privatem und Öffentlichem beschrieben werden können. Nicht nur die Form des Familienlebens hat sich verändert, sondern der gesamte Alltag ist anforderungsreicher und komplexer geworden. Parallel vollzogen sich einschneidende Umwälzungen in der Art des Wirtschaftens und Arbeitens – Stichworte sind Arbeitszeitflexibilisierung, eine zunehmend subjektive Bedeutung und Intensivierung von Arbeit. So muss im Verlauf eines Lebens permanent neu eine Balance von Arbeit und Familie hergestellt werden.
Das Projekt nimmt dieses neue Spannungsverhältnis von Arbeit und Familie in den Blick und untersucht die daraus entstehenden Anforderungen für die Verknüpfung von Arbeit und Familie empirisch. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei den praktischen Gestaltungsleistungen in Familien und Arbeitswelten zu.
Nach einer ersten Projektphase, in der die theoretischen und konzeptionellen Grundlagen des Projektes aufbereitet wurden, begann im März 2006 die zweite empirische Projektphase. Es wurden Beschäftigte mit Familie in der Einzelhandelsbranche und im Bereich der Film- und Fernsehproduktion interviewt, Expertengespräche geführt und statistische Sekundärdaten ausgewertet. Inzwischen sind die empirischen Erhebungen abgeschlossen.
Zielsetzung Die angesprochenen Entwicklungen führen zu neuen Belastungen, beinhalten aber auch neue Gestaltungsmöglichkeiten der Verknüpfung von Arbeit und Familie für beide Geschlechter. Noch ist wenig bekannt wie Familien mit den neuen Bedingungen im Erwerbsbereich und in den Familien selbst umgehen, welche innovativen Praktiken sie entwickeln und wie sie mit Überforderungen fertig werden, aber auch wo die Grenzen von Praktiken und Ressourcen der Familien liegen.
Ziel des Projektes ist es deshalb, dieses neue Spannungsverhältnis von Arbeit und Familie in den Blick zu nehmen und die daraus entstehenden neuen Anforderungen für die Verknüpfung von Arbeit und Familie empirisch zu untersuchen. Dabei geht es insbesondere um die praktischen Gestaltungsleistungen familialer Lebensführung.
Zentrale Fragen sind:
Bedingungen einer gelingenden Balance von Familien- und Erwerbsleben sind ebenso wie Belastungspotentiale zu identifizieren. Integriert in diese Fragen ist die Betrachtung der Geschlechterverhältnisse. Im Hinblick auf die politische Gestaltung eines nachhaltig tragfähigen Verhältnisses von Erwerbs- und Familienleben ist schließlich von Interesse, welche Anforderungen die betroffenen Frauen und Männer in Bezug auf die Unterstützung von Familien sowie die Gestaltung von Arbeit an politische und gesellschaftliche Akteure formulieren. Aus diesem Profil heraus sollen konkrete politische und praktische Unterstützungsbedarfe abgeleitet werden.
Ausgangssituation Eine postindustrielle Gesellschaft ist, wegen der Anforderung an die Subjekte ihre Kompetenzen und ihr Arbeitsvermögen im gesamten Lebenslauf zu entfalten, in besonderer Weise existenziell auf anspruchsvolle familiale Leistungen angewiesen. Umgekehrt liefert der Erwerbsbereich wichtige materielle und ideelle Ressourcen für die familiale Lebensführung.
Verglichen mit der Familie der 1950er/60er Jahre zeigen sich jedoch heute grundlegende Veränderungen in der Form von Familie, deren Innenleben und der familialen Alltagsgestaltung.
Diese Entgrenzung von Familie lässt sich in folgende vier Dimensionen unterscheiden:
Parallel zur Entgrenzung von Familie vollziehen sich einschneidende Umwälzungen in der Art des Wirtschaftens und Arbeitens. Auch bei der Entgrenzung von Arbeit lassen sich mehrere Dimensionen unterscheiden.
Für Informationen über die Branchen wurden Expertengespräche mit Vertreter/-innen der Gewerkschaft Verdi und des gewerkschaftlichen Projektes connex.av, der Zentrale für Bühnen-, Fernseh- und Filmvermittlung, des Mitteldeutschen Film- und Fernsehproduktionsverbands, des Handelsverbands Sachsen sowie mit Betriebsratsvorsitzenden und Geschäftsführungen unterschiedlicher Einzelhandelsbetriebe durchgeführt.
Eine Einordnung der Befunde erfolgt durch den systematischen Vergleich mit der internationalen Forschungsliteratur und einschlägigen Datenreihen aus der amtlichen Statistik sowie der empirischen Sozialforschung.
Ergebnisse In der ersten Projektphase wurde eine Datenbank wissenschaftlicher Literatur zur Thematik des Projektes angelegt, die fortlaufend aktualisiert wird. Ihren Niederschlag finden diese Dokumentationsarbeiten unter anderen in den regelmäßig erscheinenden Literaturbriefen, die inhaltliche Schwerpunkte und kommentierte Bibliographien enthalten, die im engen thematischen Zusammenhang mit dem Projekt stehen.
Bisher sind eine Vielzahl von theoretisch-konzeptionell angelegten Fachveröffentlichungen erschienen (siehe Literaturliste)
die derzeit laufend durch Publikationen zu den empirischen Ergebnissen des Projektes ergänzt werden. Im Januar 2007 präsentierten die Projektbearbeiterinnen in einem Statement zum Entwurf des sächsischen Ladenschlussgesetzes im Rahmen einer Öffentlichen Anhörung im Sächsischen Landtag (Ausschuss für Wirtschaft, Verkehr und Arbeit) erste Ergebnisse zu den Auswirkungen der Arbeitsbedingungen auf den familialen Alltag von Beschäftigten im Einzelhandel und die zu befürchtenden Belastungen durch eine unbedachte Erweiterung der Ladenöffnungszeiten. Sie wiesen auf wichtige, bisher wenig beachtete Regelungs- und Handlungsbedarfe hin. Die EntAF-Arbeitspapiere beleuchten aktuelle Teilergebnisse des Projektes, wie den Bedarf an flexibler Kinderbetreuung von entgrenzt arbeitenden Eltern oder die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehbranche. Die Ergebnisse werden darüber hinaus laufend in Vorträgen bei unterschiedlichen Veranstaltern aus dem Bereich von Unternehmen, Gewerkschaften, Bildungseinrichtungen und Kirchen zur Diskussion gestellt.
Am 6. und 7. November 2007 veranstaltete das Projekt in Zusammenarbeit mit ver.di die Tagung "Arbeitszeit = Lebenszeit? Balance von Arbeit und Leben" in Magdeburg. (hier finden Sie den Tagungsbericht. Die Konferenz richtete sich insbesondere an Betriebs- und Personalratsmitglieder, Mitglieder von Mitarbeitervertretungen sowie Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte. In Workshops wurden gemeinsam mit betrieblichen InteressenvertreterInnen betriebliche Handlungsoptionen erarbeitet und mit Expertinnen und Experten diskutiert.
Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Verhältnisse verkomplizieren. Erwerbstätige Eltern sind heute, damit konfrontiert, mit Veränderungsprozessen in der Erwerbsarbeit und der Familie umzugehen. Damit stehen sie vor der Anforderung sowohl spezifische neue Belastungskonstellationen zu bewältigen als auch neue Entlastungs- und Gestaltungspotenziale zu nutzen. Die doppelte Entgrenzung von Erwerb und Familie ist teilweise selbst gewollt und positiv besetzt, erfordert aber mehr kreative Eigenleistung für die kontinuierliche "Herstellung" von Familienleben:
Das Arbeitspapier Nr. 2 befasst sich mit den spezifischen Betreuungsbedarfen von Eltern, die entgrenzt erwerbstätig sind.
Beide Arbeitspapiere stehen für Sie als pdf-Dateien zum Download bereit.
Viel Spaß beim Lesen!
Ergebnisbericht neu erschienen
Jurczyk, Karin/Schier, Michaela/Szymenderski, Peggy/Lange, Andreas/Voß, G. Günter (2009):
Entgrenzte Arbeit – entgrenzte Familie. Grenzmanagement im Alltag als neue Herausforderung.Reihe: Forschung aus der Hans-Böckler-Stiftung, Bd. 100, Berlin: Sigma
ISBN 978-3-8360-8700-1
Lange, Andreas Kindheitsforschung und Generationenkonzept. Eine medien- und kulturwissenschaftliche Skizze 2004-00-00 Zeitschrift für Soziologie der Erziehung und Sozialisation 24 3 303-318
Heitkötter, Martina; Jurczyk, Karin; Lange Andreas Zeit in Familien - Zeitpolitik für Familien. 2004-00-00 Zeitpolitisches Magazin 2 3 1-4
Lange, Andreas Sektion Familiensoziologie der DGS Zukunftsfähigkeit von Familie und Nachhaltigkeit von Familienpolitik Semantiken sowie Prognosen am Beispiel des Spannungsfeld Familien- und Erwerbstätigkeit Vortrag 2005-04-14 Lüneburg
Lange, Andreas Universität Innsbruck, Institut für Erziehungswissenschaften Theorien und Wandlungen der Identität Proseminar (Block) 2005-SS-00 2 SWS Innsbruck
Lange, Andreas Universität Innsbruck, Institut für Erziehungswissenschaften Frauen und Männer im Generationenverhältnis Vorlesung 2005-SS-00 Innsbruck
Jurczyk, Karin Familie in einer neuen Erwerbswelt Herausforderungen für eine nachhaltige Familienpolitik 2004-00-00 Zeit für Familien. Beiträge zur Vereinbarkeit von Familien- und Erwerbsalltag aus familienpolitischer Sicht 107-128 EKFF Bern Eidgenössische Koordinationskommission für Familienfragen
Szymenderski, Peggy Zwei Welten? Leben und Arbeiten in Ost- und Westdeutschland 2004-00-00 DJI München DJI: Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Neue Formen der praktischen Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Arbeit und Familie. Arbeitspapier I
Ludwig, Isolde; Schlevogt, Vanessa; Klammer, Ute; Gerhard, Ute Managerinnen des Alltags Strategien erwerbstätiger Mütter in Ost- und Westdeutschland 2002-00-00 edition sigma Berlin
Szymenderski, Peggy; Lange, Andreas "Entgrenzung" von Arbeitszeiten. Ein soziologischer Zugang. 2004-00-00 Gewerkschaftliche Monatshefte 55 7-8 459-469
Raehlmann, Irene Zeit und Arbeit Eine Einführung 2004-00-00 VS Verl.f.Sozialwissenschaften Wiesbaden
Baatz, Dagmar; Rudolph, Clarissa; Satilmis, Ayla Hauptsache Arbeit? Feministische Perspektiven auf den Wandel von Arbeit 2004-00-00 Westfälisches Dampfboot Münster
Lange, Andreas FH Landshut Was Familien für Kinder leisten Vorlesung 2005-05-03 Landshut
Jürgens, Kerstin; Reinicke, Karsten Zwischen Volks- und Kinderwagen Auswirkungen der 28,8-Stunden-Woche bei der VW AG auf die familiale Lebensführung von Industriearbeitern 1998-00-00 edition sigma Berlin
Lange, Andreas Leichter Kapitalismus - Schweres Familienleben? Zum Wechselverhältnis von Arbeit und Familie 2004-00-00 Von wegen Privatsache ... Erziehungspartnerschaft zwischen Familie und Gesellschaft 33-48 Aktion Jugendschutz Eigenverlag Stuttgart Aktion Jugendschutz Landesarbeitsstelle Baden-Württemberg
Lange, Andreas FH Landshut Qualitatives Forschen I Vorlesung 2005-04-13 Landshut
Lange, Andreas FH Landshut Qualitatives Forschen II Vorlesung 2005-04-20 Landshut
Jurczyk, Karin Elterliche Erwerbsarbeit aus Kinderperspektive: Neue Konstellationen 2004-00-00 Frühförderung interdisziplinär 23 4 147-156
Jurczyk, Karin; Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy DJI Familie neu denken 2004-00-00 DJI Bulletin 68 2
Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy Familie als Ort der Extreme Interviewt von Simone Kayser 0000-00-00 BISS - Bürger in sozialen Schwierigkeiten 12 2004
Leitner, Sigrid; Ostner, Ilona; Schratzenstaller, Margit Wohlfahrtsstaat und Geschlechterverhältnis im Umbruch Was kommt nach dem Ernährermodell? 2004-00-00 VS Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden
Gerlach, Irene Familienpolitik 2004-00-00 VS Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden
Schönberger, Klaus; Springer, Stefanie Subjektivierte Arbeit Mensch, Organisation und Technik in einer entgrenzten Arbeitswelt 2003-00-00 Campus Frankfurt; New York
Gottschall, Karin; Voß, G. Günter Entgrenzung von Arbeit und Leben Zum Wandel der Beziehungen von Erwerbstätigkeit und Privatsphäre im Alltag 2003-00-00 Hampp München; Mering
Pongratz, Hans J.; Voß, Günter G. Typisch Arbeitskraftunternehmer? Befunde der empirischen Arbeitsforschung 2004-00-00 Edition Sigma Berlin
Hochschild, Arlie Russell Keine Zeit Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet 2002-00-00 Leske+Budrich Opladen
Kastner, Michael Die Zukunft der Work Life Balance Wie lassen sich Beruf und Familie, Arbeit und Freizeit miteinander vereinbaren? 2004-00-00 Asanger Verlag Kröning
Lange, Andreas Arbeits- und Familienzeiten aus Kinderperspektive Eine soziologische Annäherung 2004-00-00 Der Spagat. Familie & Beruf 91-108 ÖAAB Wien Wiener Pressverein;Neugebauer;Fritz;Amon;Werner;Hartl;Norbert
Jurczyk, Karin; Lange, Andreas Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler e.V. ArbeitskraftunternehmerInnen und Familie. Herausforderungen an das Management 2005-00-00 Forum Wissenschaft 22 1 15-19
Alt, Christian; Lange, Andreas Deine Familie, meine Familie?
Die Perspektiven von Müttern und ihren Kindern Beiträge zu Haushalt, Verwandtschaft und Lebenslauf Zeitschrift für Familienforschung 2 111-129
Szymenderski, Peggy; Lange, Andreas Wider die wohlfeile Elternschelte.
Fachzeitschrift für Kindertageseinrichtungen "Welt des Kindes" 1 16-17
Szymenderski, Peggy Emotionen im familialen Alltag - Ein Stiefkind der Familiensoziologie 2005-00-00 Sozialarbeit, Internetzeitschrift www.sozwork.de 1 1 4-5
Lange, Andreas FH Landshut Kindsein heute - zeitdiagnostische Thesen Vorlesung 2005-05-03 Landshut
Lange, Andreas Studienseminar der Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands Die Familie im Umbruch? Die Perspektiven der Kinder Vortrag 2005-06-01 München
Lange, Andreas Emotionen als Wirtschaftsgut Herausforderung an eine reflexive Medienpädagogik 2005-00-00 merz medien+erziehung 49 03 56-59
Lange, Andreas Bergische Universität Family Research and Childhood Research: Potentials for Integration in Times of Blurring Boundaries. Vortrag 2005-06-25 Marginality and Voice: Childhood in Sociologie and Society 191 Wuppertal
Lange, Andreas Akademie für Politische Bildung Vorfahrt für Arbeit - die Familie muss warten? Vortrag 2005-06-29 Besser lernen, flexibler arbeiten - Frauen und Familien unter Stress Tutzing
Jurczyk, Karin; Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy Zwiespältige Entgrenzungen: Chancen und Risiken neuer Konstellationen zwischen Familien- und Erwerbstätigkeit 2005-00-00 Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit: Verlieren wir die Balance? 17 5 13-34 VS Verlag für Sozialwissenschaften Wiesbaden Mischau, Anina; Oechsle, Mechtild
Lange, Andreas Forcierte Ambivalenzen? Herausforderungen an erwerbstätige Frauen in Zeiten der Entgrenzung und Subjektivierung 2005-00-00 Subjektivierung von Arbeit. Riskante Chancen. Forum Frauenforschung 115-148 Verlag Westfälisches Dampfboot Münster Lohr, Karin; Nickel, Hildegard
Jurczyk, Karin; Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy Zwiespältige Entgrenzungen: Chancen und Risiken neuer Konstellationen zwischen Familien- und Erwerbstätigkeit 2005-00-00 Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit: Verlieren wir die Balance? 13-33 Wiesbaden Mischau, Anina; Oechsle, Mechtild
Lange, Andreas Es ist angerührt. Wie es in Familien zugeht, galt bisher als reine Privatsache 2005-00-00 Kinderschutz aktuell 3 6-7
Lange, Andreas Frankesche Stiftungen Marktanpassung oder neue Balance von Familie und Beruf Vortrag 2005-11-09 IV. Wandel der Familie - Zu aktuellen Diskussionen über Familie in der BRD Halle
Lange, Andreas Westfälisches Kinderdorf e.V. Lipperland Ambivalenzen des Autonomwerdens in einer sich entgrenzenden Gesellschaft: Risiken und Chancen des Aufwachsens heute Vortrag 2005-10-18 Qualitätsentwicklung in der Jugendhilfe - Verselbständigung 43 Barntrup
Lange, Andreas; Brandl, Barbara Riskante und chancenreiche Jugend. Entgrenzungen des Sozialen und die Notwendigkeit einer 'DiskursBildungsPolitik' Das Baugerüst 2005-00-00 57 4 28-38
Schier, Michaela; von Streit, Anne Perspektivenwechsel: Konzepte "Alltag" und "Biographie" zur Analyse von Arbeit in der geographischen Geschlechterforschung 2004-00-00 Neue Impulse für die Geographie. Schriftenreihe Wirtschaftsgeographien und Raumplanung 21-42 Zürich Bühler, Elisabeth; Meier Kruker, Verena
Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy Ich konsumiere, also bin ich 2005-00-00 Schüler 2005: Auf der Suche nach Sinn 50-53 Seelze Baader, Meike Sophia
Lange, Andreas; Sander, Ekkehard Der medienbiographische Ansatz 2005-00-00 Qualitative Medienforschung 115-129 Konstanz Mikos, Lothar; Wegener, Claudia
Lange, Andreas Soziologiestudium, und dann? - Berufe für Soziologen Vortrag 2005-12-07 Präsentation des DJI Universität Konstanz Fachschaft Soziologie
Lange, Andreas Östereichisches Institut für Jugenforschung Kinder im 21. Jahrhundert in Europa: Entgrenzungen und Begrenzungen Vortrag 2005-12-2 Internationales Symposium: Ohne Fleiß kein Preis? Wien
Lange, Andreas DJI Das Kinderpanel Theoretische Rahmung und Auswertungsstrategie 2005-12-09 Konsultantentreffen Kinderpanel München
Jurczyk, Karin Familie - Arbeit - Entgrenzung 2005-00-00 WestEnd. Neue Zeitschrift für Sozialforschung 2 2 90-99
Lange, Andreas; Daeschner, Corinna Blitzlichter auf Familie und Mobilität heute 2006-00-00 frühe Kindheit - die ersten sechs Jahre 9 01 18-21
Lange, Andreas Entgrenzung von Arbeit - Entgrenzung von Familie? 0000-00-00
Lange, Andreas Führungsklausur der Stadt Tübingen Herausforderungen an Familie heute Eine soziologische Bilanz 2006-00-00 Bad Urach
Lange, Andreas Evangelische Stadtakademie Soziologische Aspekte der Rushhour of Life 2006-00-00 Gesprächsreihe: Young Professionals München
Lange, Andreas Deutsche Gesellschaft für Verhaltenstherapie e.V. Psychotherapie in der ENTWICKLUNG in der Psychotherapie Entgrenzung von Arbeit - Entgrenzung von Familie 2006-00-00 Berlin
Dr. Schier, Michaela GenderArbeitRaumPlanung: Eine Einführung in die geographische Geschlechterforschung Lehrveranstaltung 0000-00-00 Universität Innsbruck WS 2006/2007
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Kooperationsstelle Wissenschaft und Arbeitswelt, Universität Leipzig Entgrenzung von Arbeit - Entgrenzung von Familie. Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2006-00-00 Leipzig
Pongratz, Hans; Voß, Günter G. Arbeitskraftunternehmer. Erwerbsorientierungen in entgrenzten Arbeitsformen 2003-00-00 edition sigma Berlin
0000-00-00
Voß, Günter G.; Weiß, Cornelia Ist der Arbeitskraftunternehmer weiblich? 2005-00-00 Subjektivierung von Arbeit - Riskante Chancen 65-91 Münster Lohr, Karin; Nickel, Maria Hildegard
Voß, Günter G. Die Entgrenzung von Arbeit und Arbeitskraft. Eine subjektorientierte Interpretation des Wandels der Arbeit 1998-00-00 Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 31 3 473-487
Lange, Andreas; Kratzer, Nick Entgrenzung von Arbeit und Leben: Verschiebung, Pluralisierung, Verschränkung. Perspektiven auf ein neues Re-produktionsmodell. 2006-00-00 Von der Allgegenwart der verschwindenden Arbeit. Neue Herausforderungen für die Arbeitsforschung 171-200 Berlin Dunkel, Wolfgang
Schier, Michaela; Lange, Andreas Entgrenzung von Arbeit - Entgrenzung von Familie. Konsequenzen für die Familienbildung II 2006-00-00 Rundbrief Gemeindepsychologie 12 1 30-42
Schier, Michaela Familiale Lebensführung in Zeiten flexibler Arbeitswelten - ein anspruchvolles Unterfangen 2006-00-00 DJI Bulletin 74 24
Jurczyk, Karin; Lange, Andreas; Szymenderski, Peggy Zwiespältige Entgrenzungen: Chancen und Risiken neuer Konstellationen zwischen Familien- und Erwerbstätigkeit 2005-00-00 Arbeitszeit - Familienzeit - Lebenszeit: Verlieren wir die Balance? 13-33 VS Verlag Wiesbaden Mischau, Anina; Oechsle, Mechtild
Jurczyk, Karin; Voß, Günter G. Entgrenzte Arbeitszeit - Reflexive Alltagszeit. Die Zeiten des Arbeitskraftunternehmers 2000-00-00 Reflexive Lebensführung. 151-205 VS Verlag Berlin Hildebrandt, Eckart
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Soziologisches Institut der TU Chemnitz Zeiten des Wandels: Veränderte Bedingungen der Verknüpfung von Familie und Beruf 2007-00-00 Vortrag im Rahmen der Projekttage
Schier, Michaela; Jurczyk, Karin Familie als Herstellungsleistung in Zeiten der Entgrenzung Der Begriff "Familie als Herstellungsleistung" zielt sowohl auf die Prozesse, in denen Familie als gemeinschaftliches Ganzes permanent neu hergestellt wird ("Doing Family"), als auch auf die vielfältigen Praktiken und Gestaltungsleistungen der Familienmitglieder, um Familie im Alltag lebbar zu machen. 2007-00-00 Aus Politik und Zeitgeschichte 34 10-17
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy; Jurczyk, Karin Eltern in entgrenzter Erwerbsarbeit - differenzierte und flexible Betreuungsbedarfe Teilergebnisse einer qualitativen Studie im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehbranche 2007-00-00 13 DJI EntAF - Arbeitspapier 2
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Arbeitsbedingungen im Einzelhandel und in der Film- und Fernsehproduktion Rahmenbedingungen für die familiale Alltagsgestaltung 2007-00-00 38 DJI EntAF - Arbeitspapier 1
Schier, Michaela; Lange, Andreas Familien heute Strukturelle Trends und alltägliche Realitäten 2007-00-00 Prävention. Zeitschrift für Gesundheitsförderung. Schwerpunktheft 30 2 35-39
Schier, Michaela; Hochschild, Arlie Keine Zeit. Wenn die Firma zum Zuhause wird und zu Hause nur Arbeit wartet Eine Rezension. 2007-00-00 Soziologische Revue 3 288-291
Jurczyk, Karin; Schier, Michaela Genderkompetenzzentrum Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Familie Chancen und Barrieren für die Modernisierung der Geschlechterverhältnisse 2007-00-00 Vortrag im Rahmen der Gender Lecture an der Humboldt-Universität zu Berlin
Schier, Michaela Institut für Soziologie der Technischen Universität Chemnitz gemeinsam mit dem Wohnforum der ETH Zürich, dem Institut für Geographie und Regionalforschung der Universität Wien und der Friedrich Ebert Stiftung Räumliche Entgrenzung von Arbeit und Familie: Die Herstellung von Familie unter Bedingungen von Multilokalität 2007-00-00 Vortrag auf der Tagung "Multilokales Wohnen - multilokale Haushalte", Chemnitz
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy; Jurczyk, Karin Entgrenzte Arbeit – Entgrenzte Familie Konzeptioneller Rahmen und empirische Ergebnisse 2007-00-00 Sitzung des wissenschaftlichen Beirats der Hans-Böckler-Stiftung
Schier, Michaela DJI ver.di Räumliche berufliche Mobilität: Ein bisher vernachlässigtes betriebliches Gestaltungsfeld im Hinblick auf eine gute Balance von Erwerbsarbeit und Familie 2007-00-00 Workshop bei der Tagung "Arbeitszeit = Lebenszeit ? Balance von Arbeit und Leben", Magdeburg Lindner, Matthias; Schier, Michaela
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy DJI, ver.di Entgrenzte Arbeit – Entgrenzte Familie: veränderte Bedingungen der Verknüpfung von Familie und Beruf 2007-00-00 Tagung "Arbeitszeit = Lebenszeit? Balance von Arbeit und Leben", Magdeburg
Szymenderski, Peggy Family Diversity Management und familienorientierte Unternehmenskultur 2007-00-00 Workshop bei der Tagung "Arbeitszeit = Lebenszeit ? Balance von Arbeit und Leben", Magdeburg DJI; verdi
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Entgrenzung von Erwerbsarbeit und Familie Chancen und Barrieren für die Egalisierung der familieninternen Arbeitsteilung 2007-00-00 Workshop "Haus- und Elternarbeit in Paarbeziehungen", Rostock Institut für Soziologie und Demographie, Lehrstuhl für Familiendemographie Universität Rostock
Schier, Michaela DJI Entgrenzte Arbeit – Entgrenzte Familie Projekt-Präsentation im Rahmen der Begehung des DJI durch den Wissenschaftsrat 2007-00-00
Szymenderski, Peggy; Jurczyk, Karin; Lange, Andreas Goethe Institut Online Doppelte Entgrenzung – der Wandel in Erwerbswelt und Familie 2007-00-00 Arbeit(s)leben im Wandel
Wehr, Laura "Wenn man sie öfters mal hört oder auch mal sieht, dann ist es nicht so schlimm..." Elterliche Erwerbsarbeit und Familienalltag aus Sicht der Kinder. Die Grenzen zwischen Arbeitswelt und Familienwelt, Privatem und Öffentlichem, Arbeitszeit und Freizeit sind fließender geworden. Neue Familienformen, neue Arbeitsformen sowie eine starke Flexibilisierung der Arbeitszeiten und Arbeitsorte stellen veränderte Ansprüche an die Herstellung von Familie. Vom Umbruch der Arbeits- und Familienverhältnisse sind aber nicht nur die Eltern, sondern auch die Kinder betroffen. Bislang gibt es nur wenige Studien, die
das Spannungsfeld von Erwerbsarbeit und Familienalltag aus der Perspektive der Kinder untersuchen. Im Rahmen eines DJI-Gaststipendiums wurden Kinder im
Alter von zehn bis dreizehn Jahren, deren Eltern in flexibilisierter Erwerbsarbeit tätig sind, in teilstrukturierten Interviews zu ihrem Familienalltag befragt: Wie wirken sich die flexibilisierten elterlichen Arbeitsverhältnisse konkret auf den Alltag der Kinder aus? Wie bewerten die Kinder die Arbeits- und Familienverhältnisse? Welche Bedeutung schreiben die Kinder der Familienzeit zu? Welche Bedürfnisse äußern sie in Hinblick auf eine gelingende Balance von Arbeit und Familie? 2008-00-00 DJI-Bulletin 82 8-14
Schier, Michaela Räumliche Entgrenzung von Arbeit und Familie. Die Herstellung von Familie unter Bedingungen von Multilokalität. Gemeinsam am selben Ort Zeit zu verbringen, zählt zu den substanziellen Elementen des Lebens als Familie. Die dabei erlebte Nähe, Unterstützung und Fürsorge sind wichtige Grundbedingungen, damit sich die Familienmitglieder als Gemeinschaft erfahren können. Heutzutage werden familiäre Beziehungen jedoch – bedingt durch hohe Anforderungen an die räumliche Mobilität von Erwerbstätigen, aber auch aufgrund von Trennung und Scheidung – immer häu-figer durch zeitweilige oder dauerhafte räumliche Trennungen bestimmt. Familien leben zu-nehmend als haushaltsübergreifende soziale Netzwerke, verteilt an mehreren Orten.
Der Beitrag geht am Beispiel von erwerbstätigen Eltern im Einzelhandel und in der Film-branche der Frage nach, wie Familie hergestellt und der Alltag gestaltet wird, wenn Eltern und ihre minderjährigen Kinder dauerhaft oder zeitweise voneinander getrennt leben. Gezeigt wird, welche Herausforderungen, aber auch neue Optionen aus der Mehr-Örtigkeit des Alltags multilokaler Familien für die Gestaltung des Alltags und die Fürsorgebeziehungen resultieren. Unter anderem zieht der multilokale Alltag neue Raumbedarfe und Raumnutzungen nach sich. Schließlich werden gestaltungsrelevante Fragen für Politik, Wohnungsbau, Stadtentwicklung, Verkehrsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen aufgeworfen.
2009-00-00 Informationen zur Raumentwicklung 1/2 55-66
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Von der Vorgabe zur Aufgabe. Die Folgen der Entgrenzung von Erwerbsarbeit für Männlichkeit, Vaterschaft und Arbeitsteilung. 2009-00-00 Vaterwerden und Vatersein heute. Neue Wege - neue Chancen! 250-269 BertelsmannStiftung Gütersloh Jurczyk, Karin; Lange, Andreas
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy Entgrenzte Arbeit, entgrenzte Familie. Neue Herausforderungen für das Familienleben 2008-00-00 DGB-Info-Brief 2 13-15
Schier, Michaela; Szymenderski, Peggy; Jurczyk, Karin; Lange, Andreas; Voß, Gerd G. Entgrenzte Arbeit - entgrenzte Familie. Neue Formen der praktischen Auseinandersetzung mit dem Spannungsfeld Arbeit und Familie. Endbericht für die Hans-Böckler-Stiftung 2008-00-00 München
Schier, Michaela Sektionen Arbeits- und Industriesoziologie, Entwicklungssoziologie und Stadt- und Regionalsoziologie; Multilokales Leben - multilokale Haushalte - multilokales Arbeiten Multilokaler Alltag erwerbstätiger Eltern: Erweiterte Optionen oder erhöhte Probleme für die Lebensführung? 2008-00-00 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Soziologie, Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutsche Gesellschaft für Soziologie
Schier, Michaela Erwerbsarbeit und Familie wandeln sich - neue Anforderungen an die Gestaltung von Familie und Geschlechterarrangements - 2010-00-00 AJS-Informationen 2 4-16
Schier, Michaela; Jurczyk, Karin; Szymenderski, Peggy Entgrenzung von Arbeit und Familie - mehr als Prekarisierung In diesem Beitrag werden die Stränge des Entgrenzungs- und Prekarisierungsdiskurses aufeinander bezogen. Konkret wird danach gefragt, inwiefern sich die Wandlungsprozesse in Erwerbsarbeit und Familie sowie der geschlechtsspezifischen Strukturierung beider Bereiche prekarisierend auf die familiale Lebensführung auswirken oder ob sich in ihrer Folge auch neue Gestaltungsmöglichkeiten für private Lebensverhältnisse ergeben. Die Autorinnen gehen von der These aus, dass sich der breitere Begriff der Entgrenzung besser eignet, um die aktuellen sozio-ökonomischen Wandlungstendenzen zu beschreiben, da er stärker als der Begriff der Prekarisierung auf die ambivalenten und nicht nur negativen Wirkungen dieser Entwicklungen fokussiert. Prekarisierung betrifft damit nur einen Teil der Entgrenzungsphänomene. Dies wird auf der Grundlage der Erkenntnisse eines empirischen Forschungsprojektes diskutiert und illustriert. Es zeigt sich, dass die Entgrenzung von Erwerbsarbeit ihre möglicherweise prekarisierende oder aber unterstützende Wirkung erst entfaltet, wenn sie im Kontext des gesamten Lebenszusammenhangs gesehen wird. 2011-00-00 WSI-Mitteilungen 08 402-408