Um einen systematischen Vergleich der Lebenslagen von Familien, Frauen, Kindern und Jugendlichen in der Bundesrepublik nach regionalen Variationen zu ermöglichen, hat das Deutsche Jugendinstitut im Rahmen seiner Sozialberichterstattung eine Datenbank aufgebaut, in der im weiteren und engeren Sinn familienbezogene Länder- und Kreisdaten aus unterschiedlichen Quellen der amtlichen Statistik gesammelt werden.
Mittlerweile ist die Regionaldatenbank die umfangreichste Sammelstelle von familienbezogenen Regionaldaten in der Bundesrepublik geworden.
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Wie reich sind die Kreise Deutschlands?
Im Rahmen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden auch das Primäreinkommen sowie das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in regionaler Gliederung für Landkreise und kreisfreie Städte berechnet. Da für den größten Teil der Primäreinkommenskomponenten sowie der geleisteten und empfangenen Transfers keine orginären Angaben auf Kreisebene vorliegen, werden die Landeswerte in tiefer fachlicher Gliederung mit Hilfe geeigneter Schlüsselgrößen regionalisiert.
Das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte besteht im Wesentlichen aus dem Einkommen aus unselbständiger und selbständiger Tätigkeit sowie Vermögenseinkommen. An dieses Primäreinkommen knüpft die staatliche Umverteilung an. Durch den Abzug von direkten Steuern und Sozialbeträgen und den Zufluss von Transferleistungen wie z.B. Renten, Kindergeld und Sozialhilfe wird aus dem Primäreinkommen das Verfügbare Einkommen der privaten Haushalte, das den in einer bestimmten Region lebenden Menschen für Konsumzwecke oder zur Ersparnisbildung zur Verfügung steht. Allerdings sollte das verfügbare Einkommen nicht pauschal mit dem Begriff "Kaufkraft" gleichgesetzt werden, da Kaufkraft neben dem nominellen Geldbetrag prinzipiell auch das Preisniveau berücksichtigen muß (reale Kaufkraft), während das verfügbare Einkommen als reiner nominaler Geldbetrag grundsätzlich keinerlei Preisveränderungen berücksichtigt. Dennoch kann dieses Einkommensaggregat als brauchbarer Indikator für den „monetären Wohlstand“ der Bevölkerung eines Kreises angesehen werden. Als Bezugsgröße zur Normierung bei Kreisvergleichen dient die Einwohnerzahl.
In Deutschland 2004 beträgt das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte je Einwohner 17544 Euro. Die Kreise mit dem höchsten verfügbaren Einkommen je Einwohner sind Starnberg (27645 Euro) und der Hochtaunuskreis (26873 Euro). Die niedrigsten Werte haben der Kreis Weimar Land (13023 Euro) und der Kreis Uecker-Randow (13150), dort können die Haushalte nicht einmal über die Hälfte des Betrages verfügen, der für Starnberg berechnet wurde.
In der folgenden Tabelle wurde der Bundesdurchschnitt des verfügbaren Einkommens je Einwohner gleich 100 gesetzt und es zeigt sich, dass insbesondere die neuen Länder Werte unter 85 aufweisen. Die Spannbreite zwischen den Bundesländern geht von 79,5 in Mecklenburg-Vorpommern bis 131,4 in Hamburg.
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Von den 439 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland liegen ca. ein Drittel über dem Bundesdurchschnitt, die meisten Kreise in Nordrhein-Westfalen, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Auffallend ist auch hier, dass die Kreise der neuen Länder alle unter dem Durchschnitt liegen. Es gibt dagegen nur drei Länder, die mehr „reiche“ Kreise aufweisen als Kreise welche unter dem Durchschnitt liegen.
Der Begriff „reich“ wurde hier nicht im Sinne von Vermögen, sondern im Sinne von Einkommen gebraucht. Vermögen spielt nur insofern eine Rolle, als dass es Einkommen, z.B. Zinseinkommen, generieren kann. Einkommen wird als etwas betrachtet, das deshalb wichtig ist, da es Konsum ermöglicht und damit Nutzen stiftet. Das bedeutet aber auch, dass etwa öffentliche Güter, die kostenlos bereitgestellt werden, ebenfalls Nutzen stiften und in dem Sinne auch als Einkommen besonderer Art zu rechnen wären.
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Die Daten sind über Frau Hiltrud Bayer zu beziehen.
E-Mail: bayer@dji.de
Tel.: (0 89) 6 23 06-275
Die Ergebnisse der regionalen Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen liefern für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft Informationen über das Wirtschaftswachstum, die Einkommenssituation, den Konsum und die Investitionstätigkeit in der Gesamtwirtschaft. Der wohl gebräuchlichste Indikator ist das Bruttoinlandsprodukt, das den Wert aller innerhalb eines Wirtschaftsgebietes während einer bestimmten Periode produzierten Waren und Dienstleistungen umfasst.
Um zentrale wirtschaftliche Indikatoren für die Länder sowie die kreisfreien Städte und Landkreise zu berechnen, wurde 1954 der Arbeitskreis „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ gegründet. Diesem Arbeitskreis gehören die Statistischen Landesämter der 16 Bundesländer sowie das Statistische Bundesamt und das Bürgeramt, Statistik und Wahlen der Stadt Frankfurt am Main als Vertreter des Deutschen Städtetags an. Die Ergebnisse der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen werden in etwa fünf- bis zehnjährigen Abständen überarbeitet, um neue Konzepte einzuführen, methodische Verbesserungen zu realisieren und neue Datenquellen zu erschließen. So wurden dieses Jahr erstmals Ergebnisse der Revision 2005 mit überarbeiteten Werten ab 1991 veröffentlicht.
Die folgende Tabelle zeigt eine Darstellung der Wirtschaftsleistung je Einwohner für das Jahr 2004. Dabei wurde der Deutschland-Durchschnitt gleich 100 gesetzt.
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Nur fünf Bundesländer zeigen einen Wert über dem Durchschnitt. Dabei darf nicht übersehen werden, dass eine regionale Diskrepanz innerhalb eines Bundeslandes gegeben ist. Insgesamt liegen 315 Kreise unter dem Deutschland-Durchschnitt, 124 Kreise darüber.
Der Landkreis München in Bayern ist der wirtschaftlich stärkste Landkreis in Deutschland. Die Wirtschaftsleistung ist in diesem Kreis mit 85371 Euro um mehr als das Dreifache höher als der Durchschnitt in Deutschland mit 26856 Euro. Das Bruttoinlandsprodukt je Einwohner hat sich im Landkreis München von 1992 bis 2004 fast verdoppelt. Der wirtschaftlich schwächste Kreis Bayerns ist dagegen vergleichbar mit den Werten der schwächsten Kreise in den meisten Bundesländern.
Die Aussagekraft des BIPs bezüglich Wohlstand und Lebensqualität der Menschen in einer Volkswirtschaft ist ungenau, da folgende Faktoren – Schwarzarbeit bzw. die gesamte Schattenwirtschaft, unbezahlte Arbeit im eigenen Haushalt, das Gefälle zwischen arm und reich, das Vorhandensein von Infrastrukturen in einem Staat sowie der Verbrauch natürlicher Ressourcen und Umweltzerstörung - nicht oder nur näherungsweise mitberechnet werden. Zum Wohlergehen des Einzelnen tragen auch nicht-wirtschaftliche Dimensionen wie Gesundheit, Bildung, eine saubere Umwelt und sichere Straßen bei.
Alles in allem ist das BIP ein unerlässlicher volkswirtschaftlicher Indikator für die Wirtschaftspolitik und die wirtschaftlichen Entscheidungen eines Raumes.
Die Wirtschaftsleistung der Kreise im Vergleich
Wie reich sind die Kreise Deutschlands?
Städte locken Kriminelle an
Bevölkerungsveränderung auf Kreisebene im Jahr 2005
In Deutschland wird die den Strafverfolgungsbehörden – Polizei, Staatsanwaltschaft, Justiz – bekannt gewordene Kriminalität in verschiedenen Statistiken registriert. Die Aussagekraft der Polizeilichen Kriminalstatistik wird besonders dadurch eingeschränkt, dass der Polizei ein Teil der begangenen Straftaten nicht bekannt wird. Der Umfang dieses Dunkelfeldes hängt von der Art des Deliktes ab und kann sich unter dem Einfluss variabler Faktoren (z.B. Anzeigebereitschaft der Bevölkerung, Intensität der Verbrechenskontrolle) auch im Zeitablauf ändern. Somit ist die polizeilich registrierte Kriminalität ein von Struktur und Intensität strafrechtlicher Sozialkontrolle abhängiger Sachverhalt. Hinzu kommt, dass bei numerischer Betrachtung ein Ladendiebstahl so viel wie ein Mord zählt.
Für Deutschland wurden 2005 ohne Verkehrs- und Staatsschutzdelikte insgesamt 6.391.715 Verstöße gegen die Strafgesetze des Bundes registriert. Die mit Strafe bedrohten Versuche wurden dabei wie vollendete Handlungen gezählt. Die Häufigkeitszahl (Fälle pro 100.000 Einwohner) für 2005 beträgt 7.747.
Die Karte zeigt die räumliche Verteilung der Häufigkeitszahlen nach Landkreisen und kreisfreien Städten, die geografische Lage des Tatortes wird somit berücksichtigt:

Die polizeilich registrierte Kriminalität zeigt zum einen, dass die erfassten Fälle pro 100.000 Einwohner deutlich ein Nord-Süd- und ein Ost-West-Gefälle aufweisen. Es sind vor allem die Kreise in den südlichen Flächenstaaten Bayern, Baden-Württemberg und Hessen wo 2005 weniger Delikte gemeldet wurden. Zum anderen zeigt die Karte, dass die südlichen Städte wesentlich höhere Anteile verzeichnen als die umliegenden Landkreise. Diese Diskrepanz wird in den nördlichen bzw. östlichen Ländern geringer.
Die Aussagekraft der Häufigkeitszahl wird dadurch beeinträchtigt, dass nur ein Teil der begangenen Straftaten der Polizei bekannt wird, und dass u.a. Stationierungsstreitkräfte, ausländische Durchreisende, Touristen, Besucher und grenzüberschreitende Berufspendler sowie Nichtdeutsche, die sich illegal im Bundesgebiet aufhalten, in der Einwohnerzahl nicht enthalten sind. Straftaten, die von diesem Personenkreis begangen wurden, werden aber in der polizeilichen Kriminalstatistik gezählt.
Zusammenfassend lassen sich diese regionalen Unterschiede nicht allein durch unterschiedliches Anzeigeverhalten erklären. Vielmehr kommen Ursachen wie z,B. günstigere Tatgelegenheiten oder größere sozioökonomische Probleme in Betracht.
Von den polizeilich registrierten Straftaten wurden 2005 insgesamt 55,0 % aufgeklärt, wodurch 2.313.136 Tatverdächtige ermittelt werden konnten. Damit beläuft sich die auf jeweils 100.000 der Wohnbevölkerung (ohne Kinder unter 8 Jahren) bezogenen Tatverdächtigenbelastungszahl auf 2.570. Die Aufklärungsraten sind deliktspezifisch unterschiedlich hoch. Die Spannweite reicht von 5% (Taschendiebstahl) bis zu 100% (Geld- und Wertzeichenfälschung).
Falls die in einem Berichtsjahr in der polizeilichen Kriminalstatistik registrierten Tatverdächtigen rechtskräftig verurteilt werden, gelangen sie wegen der unterschiedlichen Verfahrensdauer teils im Berichtsjahr, teils im Folgejahr oder auch erst noch später in die Strafverfolgungsstatistik.
Die Bevölkerungszahlen der amtlichen Statistik für einzelne Regionen (Gemeinden, Landkreise bzw. kreisfreie Städte bis hin zu Deutschland insgesamt) beruhen im früheren Bundesgebiet auf der letzten Volkszählung von 1987. In den neuen Ländern und Berlin-Ost beruht die Bevölkerungsfortschreibung seit dem 3.10. 1990 auf einem Abzug des früherem Zentralen Einwohnerregisters zu diesem Stichtag. Darauf aufbauend wurden die Einwohnerzahlen für die Jahre danach durch die sogenannte Bevölkerungsfortschreibung ermittelt, indem die Geburten und die Zuwanderungen Jahr für Jahr addiert und die Sterbefälle und die Abwanderungen subtrahiert wurden.
Die Zuordnung der Personen zur Bevölkerung einer Gemeinde erfolgt nach dem Hauptwohnungsprinzip. Durchgeführt wird die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes von den Statistischen Ämtern der Länder für den Bereich des Bundeslandes, für den sie jeweils zuständig sind. Das Bundesergebnis wird durch Addition der Länderergebnisse ermittelt.
Im wiedervereinigten Deutschland sind die Einwohnerzahlen von 1991 bis 2002 kontinuierlich gestiegen mit der Ausnahme des Jahres 1998. Seit dem Jahr 2003 ist ein Bevölkerungsrückgang zu verzeichnen.
| Bevölkerungsbestand und -veränderung 1991 bis 2005 in Deutschland | |||||
| Jahr | Bevölkerungsstand am Ende des Vorjahres | Veränderungen | Bevölkerungsstand am Ende des Jahres | ||
Überschuss der | Zu. (+) bzw. Abnahme (-) insgesamt** | ||||
| Geborenen (+) bzw. Gestorbenen (-) | Zu- (+) bzw. Fortzüge (-)* | ||||
in 1000 | |||||
| 1991 | 79753,2 | -81,2 | 602,5 | 521,3 | 80274,6 |
| 1992 | 80274,6 | -76,3 | 782,1 | 700,1 | 80974,6 |
| 1993 | 80974,6 | -98,8 | 462,3 | 363,5 | 81338,1 |
| 1994 | 81338,1 | -115,1 | 314,9 | 200,5 | 81538,6 |
| 1995 | 81538,6 | -119,4 | 397,9 | 278,9 | 81817,5 |
| 1996 | 81817,5 | -86,8 | 282,2 | 194,7 | 82012,2 |
| 1997 | 82012,2 | -48,2 | 93,7 | 45,2 | 82057,4 |
| 1998 | 82057,4 | -67,3 | 47,1 | -20,4 | 82037,0 |
| 1999 | 82037,0 | -75,6 | 202,0 | 126,5 | 82163,5 |
| 2000 | 82163,5 | -71,8 | 167,1 | 96,0 | 82259,5 |
| 2001 | 82259,5 | -94,1 | 275,0 | 180,8 | 82440,3 |
| 2002 | 82440,3 | -122,4 | 219,3 | 96,4 | 82536,7 |
| 2003 | 82536,7 | -147,2 | 142,6 | -5,0 | 82531,7 |
| 2004 | 82531,7 | -112,6 | 82,5 | -30,8 | 82500,8 |
| 2005 | 82500,8 | -144,4 | 79,0 | -65,5 | 82438,0 |
| *Einschließlich Herkunfts-/Zielgebiet "ungeklärt" und "ohne Angabe". | |||||
| **Einschließlich der bestandsrelevanten Korrekturen. | |||||
| Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsfortschreibung. | |||||
Deutschland hat Ende 2005 82.438.000 Einwohner, das sind 63.000 Einwohner oder 0,1% weniger als Ende 2004. Der Bevölkerungsrückgang vollzog sich vor allem in den neuen Ländern (-89.000 Personen bzw. -0,7%). Im früheren Bundesgebiet blieb die Bevölkerung nahezu konstant (+18.000 gegenüber 2004). Die Einwohnerzahlen gingen in Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland geringfügig zurück. Eine Bevölkerungszunahme verzeichneten lediglich Baden-Württemberg, Bayern und die Stadtstaaten Berlin und Hamburg.
| Bevölkerungsbestand und -veränderung 2005 nach Bundesländern | ||||||
Land | Bevölkerungsstand am Jahresanfang | Veränderungen | Bevölkerung am Jahresende | |||
Überschuss der | Zu. (+) bzw. Abnahme (-) insgesamt* | |||||
Geborenen (+) bzw. Gestorbenen (-) | Zu- (+) bzw. Fortzüge (-) | |||||
in 1000 | je 1000 Einwohner | in 1000 | ||||
| Baden-Württemberg | 10717,4 | 0,2 | 18,1 | 18,4 | 2 | 10735,7 |
| Bayern | 12443,9 | -12,0 | 37,5 | 25,5 | 2 | 12468,7 |
| Berlin | 3387,8 | -3,0 | 10,2 | 7,2 | 2 | 3395,2 |
| Brandenburg | 2567,7 | -8,2 | -0,1 | -8,3 | -3 | 2559,5 |
| Bremen | 663,2 | -1,9 | 2,2 | 0,3 | 0 | 663,5 |
| Hamburg | 1734,8 | -1,2 | 10,1 | 8,9 | 5 | 1743,6 |
| Hessen | 6097,8 | -5,2 | -3,2 | -8,4 | -1 | 6092,4 |
| Mecklenburg-Vorpommern | 1719,7 | -5,0 | -7,4 | -12,4 | -7 | 1707,3 |
| Niedersachsen | 8000,9 | -16,0 | 9,3 | -6,7 | -1 | 7993,9 |
| Nordrhein-Westfalen | 18075,4 | -33,1 | 15,6 | -17,4 | -1 | 18058,1 |
| Rheinland-Pfalz | 4061,1 | -10,2 | 7,9 | -2,3 | -1 | 4058,8 |
| Saarland | 1056,4 | -4,8 | -1,3 | -6,1 | -6 | 1050,3 |
| Sachsen | 4296,3 | -16,3 | -6,3 | -22,6 | -5 | 4273,8 |
| Sachsen-Anhalt | 2494,4 | -12,1 | -12,6 | -24,7 | -10 | 2469,7 |
| Schleswig-Holstein | 2828,8 | -6,6 | 10,7 | 4,1 | 1 | 2833,0 |
| Thüringen | 2355,3 | -9,0 | -11,8 | -20,8 | -9 | 2334,6 |
| Deutschland | 82500,8 | -144,4 | 79,0 | -65,5 | 0 | 82438,0 |
| *Einschließlich bestandsrelevanter Korrekturen. | ||||||
| Quelle: Statistisches Bundesamt, Bevölkerungsfortschreibung. | ||||||
Betrachtet man die Veränderung der Bevölkerung 2005 in den 439 Stadt- und Landkreisen, so haben 65% der Kreise eine mehr und minder starke Schrumpfung der Bevölkerung zu verzeichnen, in den restlichen 35% ist ein Bevölkerungswachstum festzustellen..
Die Bevölkerungsveränderung entsteht aus den zwei bevölkerungsvermehrenden Komponenten, den Geburten und Zuwanderungen, vermindert um die zwei bevölkerungsverringernden Komponenten, die Todesfälle und die Abwanderungen.

In der Karte werden Konstellationen dieser Komponenten auf Kreisebene für das Jahr 2005 gezeigt. So gibt es nur 60 Kreise, in denen es einen Geburtenüberschuß gibt, d.h. die Anzahl der Geborenen hat die Anzahl der Sterbefälle übertroffen. Diese Kreise befinden sich mehrheitlich in Baden-Württemberg und Bayern. Einen Sterbeüberschuß gibt es in 379 Kreisen, dort ist jeweils die Anzahl der Gestorbenen größer als die Anzahl der Geborenen.
Kreise mit einem Geburtenüberschuß können trotzdem einen Rückgang der Bevölkerung verzeichnen, wenn sie Wanderungsverluste melden, d.h. es sind mehr Menschen von dort fortgezogen als zugezogen. Das war in 14 Kreisen der Fall. 2005 melden 46 Kreise einen Geburtenüberschuß und einen Wanderungsgewinn, d.h. es sind mehr Menschen in die Kreise zugezogen, als fortgezogen.
Die Hälfte aller Landkreise und kreisfreien Städte, nämlich 223, hat einen Sterbeüberschuß und gleichzeitig auch einen Wanderungsverlust zu verzeichnen. Das ist vor allem in den Kreisen der neuen Länder der Fall. In 156 Kreisen gibt es einen Sterbeüberschuß und einen Wanderungsgewinn. Diese Kreise konzentrieren sich um Berlin und um Hamburg, sowie in Schleswig-Holstein. Ansonsten fällt auf, dass sich diese Konstellation vor allem in Kreisen an den Grenzen zu den Niederlanden, Belgien, Frankreich, der Schweiz und zu Österreich befinden.