Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie im Rahmen des Forschungsfeldes "Mobilität besser verstehen".
Das Projekt wird von einem Forschungsverbund durchgeführt, in dem neben dem DJI das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung des Landes NRW in Dortmund (Projektkoordination) und das Sekretariat für Zukunftsforschung in Gelsenkirchen beteiligt sind. Darüber hinaus besteht die Zusammenarbeit mit Verkehrsdienstleistern.
Wichtigste Veröffentlichungen
Tully, C.J. (Ed.) Erziehung zur Mobilität, Campus Frankfurt/Main 1999
Tully, C. J.: Rot, cool und was unter der Haube, Olzog Aktuell, München 1998
Tully, Claus J. Mensch - Maschine - Megabyte Technik in der Alltagskultur
Eine sozialwissenschaftliche Hinführung Generation IT? Technik als Sozialisationsinstanz
Technik gestaltet den Alltag und prägt soziale Verhältnisse. Je umfassender ihr Angebot und je selbstverständlicher ihre Nutzung, desto weniger wird sie wahrgenommen. Welche Berechtigung haben Schlagworte wie "Generation @" oder "Chip-Generation"? Was unterscheidet das Technik-Erleben heutiger Jugendlicher zwischen 15 und 25 von dem der Elterngeneration? Und welche Konsequenzen hat dies für die gesellschaftliche Entwicklung?
Anschaulich und empirisch fundiert führt der Autor aus:
Im Unterschied zur funktionalen "klassischen Technik" sind heutige alltagsnahe Techniken "ergebnisoffen". Inhalt und Verwendungszweck bestimmen die Anwender selbst. Nicht der Zweck, sondern der Effekt, der mit einem Apparat erzielt werden kann, steht im Mittelpunkt.
Von Jugendlichen wird Technik heute oft mit Medien und Kommunikationstechnik gleichgesetzt. Sie nutzen sie, um soziale Beziehungen aufzubauen und ihren eigenen Lebensstil zu gestalten.
So wird Technik wesentlicher Bestandteil und Mittel der Sozialisation.
Als gesellschaftliche Basistechnologie besetzt sie selbst die Sinne, verändert Wahrnehmung, Denkstrukturen, Verhaltens- und Kommunikationsstile.
Das Anliegen des Autors scheint vor diesem Hintergrund allzu berechtigt: Zuerst gilt es, wieder den Blick dafür zu öffnen, wie Technik, insbesondere die neuen Technologien, unseren Alltag durchdringt und tiefgreifend formt.
ZielgruppeSozialwissenschaftlerInnen, Sozial- und MedienpädagogInnen, sozialwissenschaftlich interessierte TechnikerInnen und ComputerspezialistInnen, interessierte LehrerInnen und Eltern
AutorDr. Claus J. Tully, Diplomsoziologe und Ingenieur, ist wissenschaftlicher Referent am Deutschen Jugendinstitut e.V. in der Abteilung Jugend und Jugendhilfe und Lehrbeauftragter an der TU München. Er hat zahlreiche Bücher, insbesondere zu moderner Technik und Mobilität veröffentlicht. Weitere Schwerpunktthemen seiner Arbeit sind Jugend, Medien und Computer, beruflicher Wandel und Humanisierung der Arbeitswelt.
2003-00-00 244 Leske + Budrich Opladen Reihe: Lehrtexte Soziologie
Hunecke, Marcel; Tully, Claus J.; Bäumer, Doris Mobilität von Jugendlichen Psychologische, soziologische und umweltbezogene Ergebnisse und Gestaltungsempfehlungen "Mobilität von Jugendlichen"
Rd. 4500 Jugendliche standen bundesweit Rede und Antwort zur Mobilität der Zukunft. Gefragt war wie und mit welchen Motiven sie unterwegs sind. Die Untersuchung - ein gemeinsames Vorhaben von DJI (Deutsches Jugendinstitut, München), ILS (Institut für Stadt- und Landesentwicklung) und SFZ (Sekretariat für Zukunftsforschung) - wurde im Rahmen des Förderschwerpunkts "Mobilität besser verstehen" gefördert. Ziel des Untersuchungsprojekts mit dem Titel "U.MOVE" (how do you move) war es herauszufinden, wie Jugendliche und junge Erwachsene zu Verkehrsmitteln stehen, welches Fortbewegungsmittel warum bevorzugt wird. Dabei kommt der Frage nach dem Zusammenhang von Verkehrsmittelwahl und jugendkulturellem Hintergrund besondere Bedeutung zu.
Zu den Befunden zählt, dass große Unterschiede in der Mobilitätspraxis bestehen, z.B. abhängig davon, ob die Jugendlichen in städtischen oder ländlich strukturierten Regionen leben und ob von jungen Frauen oder jungen Männern die Rede ist. Auch gibt es Unterschiede zwischen Schülerinnen und Schülern einerseits und Auszubildenden andererseits. Ländliche Räume weisen ein weniger dichtes Verkehrsnetz (ÖPNV) auf, weshalb hier längere Wegstrecken zu bewältigen sind. Deshalb kommt dem Pkw im ländlichen Raum eine größere Bedeutung zu. Neben diesen Aspekten spielen aber auch persönliche Erfahrungen mit Verkehrsmitteln sowie jugendkulturelle Besonderheiten für die Mobilitätspraxis Jugendlicher eine wesentliche Rolle. Moderne Kommunikationstechnologien werden für die Wegeplanung tendenziell eher von ökologisch interessierten Jugendlichen benutzt, denn Jugendliche planen üblicherweise nur ansatzweise. Wichtiger ist es die eigenen Aktivitäten mit denen der Peers zu synchronisieren. Der Schutz der Umwelt ist den befragten Jugendlichen wichtig, die eigene Mobilität aber auch. Die Lösungsansätze bezüglich Umwelt variieren je nach Standort. Männliche Technikfreunde, vor allem die auf dem Lande leben setzen auf moderne Technik, weibliche Befragte in städtischen Räumen sehen auch in der eigenen Gestaltung der Mobilitätspraxis einen wichtigen Ansatz für eine Problemlösung.
Die Ergebnisse der in vier unterschiedlichen Regionen durchgeführten Umfrage unter Jugendlichen im Alter von 15 und 26 Jahren münden in zielgruppenspezifischen Mobilitätsangebote, mit der Empfehlung verschiedene Verkehrsmittel (Pkw, Rad, Bus, Bahn etc.) zu kombinieren.
2002-00-00 253 Leske + Budrich Opladen
Tully, Claus J. Aufwachsen in technischen Welten. Wie moderne Techniken den Jugendalltag prägen. 2003-00-00 Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung das Parlament B 15 32-40
Düx, Wiebken; Sass, E. & tully, Claus J. Informelle Lernprozesse sichtbar machen. 2000 2 23-26
Tully, C. J. Alltagslernen in technisierten Welten: Kompetenzerwerb durch Computer, Internet und Handy 2004-00-00 Jugendliche in neuen Lernwelten S. 153 - S. 187 VS-Verlag Wiesbaden Wahler, P.; Tully, C. J.; Preiß, C.
Tully Claus J. Jugend und Mobilität 2005-00-00 Oekom Verlag München, S. 219-230 Michelsen G., Godemann J.
Tully, Claus J.; Baier, Dirk Mobiler Alltag Mobilität zwischen Option und Zwang - Vom Zusammenspiel biographischer Motive und sozialer Vorgaben Dieses Buch richtet sich an alle, die mit der Gestaltung von Wegen zu tun haben sowie an Studierende, Dozierende und Forschende aller Sozialwissenschaften. Nicht nur die Verkehrsplanung beschert uns längere oder kürzere, bequemere oder beschwerlichere Wege, auch der Arbeitsmarkt, die Bildung, das Internet, der Tourismus, die Freizeit oder der Einkauf, d.h. die Bedürfnisse des Alltags. Hochmoderne kommunikative Gesellschaften sind mobil. Ziel des Buches ist die Sensibilisierung für diesen Alltag, dessen Gestaltung "Bewegung" erzeugt. Mobilität ist hier eine Option, gelegentlich auch ein Zwang. Das Buch leistet eine Beschreibung und Analyse von Entwicklungen und Zusammenhängen rund um die mobile Welt. 2006-00-00 253 VS-Verlag Wiesbaden